Archivprojekte

Größere Arbeitsvorhaben des Archivs werden als Projekte definiert und operationalisiert. Zum Teil kommen dafür zusätzlich eingeworbene Ressourcen zum Einsatz. Dabei kann es sich um die Erschließung größerer Bestände (10 lfm. und mehr), um eigene Ausstellungen bzw. Beteiligung an Ausstellungen, um Publikationsprojekte oder technische Projekte handeln.

Einige Bestände eignen sich wegen ihrer Quellendichte und der Zusammensetzung der Materialien (Korrespondenz, Broschüren, Flugblätter, Plakate, Fotos etc.) nach Fertigstellung der Erschließung in der einen oder anderen Form vorgestellt zu werden. Das kann durch Publikation von Findbüchern, durch Ausstellungen oder andere Präsentationsformen geschehen (z.B. Nachlass Arie Goral-Sternheim, Nachlass Rudi Dutschke etc.).


Laufende Archivprojekte

Zurzeit beschäftigen das Archiv diese größeren Arbeiten:

Von Beginn des Jahres 2012 bis Ende 2013 digitalisierte das Archiv seinen umfangreichen Plakatbestand aus der Sondersammlung "Protest, Widerstand und Utopie in der Bundesrepublik Deutschland". Zuvor war der Bestand abschließend sytematisch geordnet und archivgerecht verpackt worden. Die Digitalisate werden aktuell schrittweise in eine neue Datenbank-Dokumentation (FAUST 7) übernommen, in der künftig Plakate, Fotos und Titelseiten von Broschüren für Recherchen im Internet präsentiert werden.
Bearbeiter: Frank Pierstorf und Dieter Schröder (2012-2014)


Abgeschlossene Archivprojekte

Als abgeschlossene Archivprojekte werden nur Produktionen jenseits von Bestandserschließungen angeführt.

In den Jahren 2007, 2011 und 2013 stellte das Archiv thematisch ausgewählte Quellen zur hamburgweiten "Nacht des Wissens" aus, die die jeweils vorgestellten Themen aus der Forschungsarbeit im Hamburger Institut für Sozialforschung begleiteten. Am bundesweiten "Tag der Archive", ausgerichtet vom Verband der deutschen Archivarinnen und Archivare, stellte sich das Archiv 2012 und 2014 mit weiteren Hamburger Archiven in den Räumen des Staatsarchivs Hamburg vor.

Aus dem Bildbestand zur Kommune "Ablassgesellschaft, Hamburg 1967-1969" und zum Drogentherapieprojekt "Release, Hamburg 1969-1974" wurde im Rahmen des Symposions "Social Art" eine Auswahl  in Ankara gezeigt. 

Foto-Ausstellung "Social Art" (2002)

Noch zu Lebzeiten Arie Goral-Sternheims initiierte und unterstützte das Archiv - auch mit eigenen Exponaten - eine Ausstellung von Arie Goral-Sternheim im Hamburger Institut für Sozialforschung. Nach Abschluss der Erschließung des Nachlasses von Arie Goral-Sternheim in der Archivdatenbank erinnerte das Archiv mit mehreren Ausstellungen und einer Gedenkveranstaltung an sein Werk und Wirken:

Ausstellung "Damals lebte Mühsam noch ... – Arie Goral-Sternheim, die jüdische Jugendbewegung und die libertäre Utopie" (2000) 

Ausstellung "Arie Goral-Sternheim" (2000) 

Ausstellung "Von Ferne ins Vergangene. Gänge am Grindel mit Arie Goral" (1999/2000) 

Gedenkveranstaltung "Jiskor – Memento für einen Löwen" Matinee zum Gedenken an Arie Goral-Sternheim“ (1996) 

Ausstellung "Plakate, Pamphlete, Flugblätter. Hinterlassene Signaturen der Linken" (1994)

Bereits bei der Recherche und Bereitstellung von Quellen zur Ausstellung des Stadtmuseums Luckenwalde über Rudi Dutschke stellte das Archiv Reproduktionen zur Verfügung. Die Präsentation in Hamburg fand in Kooperation mit dem Archiv statt. Damit konnte die Ausstellung durch zahlreiche Originalexponate (Plakate, Flugblätter, Zeitschriften, Bücher mit Anstreichungen, Manuskripte, Typoskripte etc.) erweitert werden:

Ausstellung "Rudi Dutschke: Die sollen sich nicht schämen für mich in Luckenwalde..." (1996)