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Krieg in Kroatien und Bosnien
eine Bibliographie 1989 - 1996
Bearbeitet von:
Natalija Bašić
Gudrun Döllner
Christoph Fuchs
Ingwer Schwensen
Herausgegeben von der Bibliothek des Hamburger Instituts für Sozialforschung
© 1997 by Hamburger Institut für Sozialforschung,
Mittelweg 36, 20148 Hamburg
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Bibliographie als PDF-Dokumente: Vorwort Größe 14 K ), Preface Größe 13 K ), Verfasser- und Herausgeberschriften (Größe 833 K), Periodica (Größe 38 K)
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Krieg in Kroatien und Bosnien
eine Bibliographie 1989 - 1996
Vorwort
Auf der Tagung "Krieg, Genozid und Gedächtnis", die im Mai 1996 in Frankfurt am Main vom Fritz-Bauer-Institut, dem Hamburger Institut für Sozialforschung und der Zeitschrift "Perspektiven" veranstaltet wurde und dem Krieg im ehemaligen Jugoslawien gewidmet war, wurde auch über die völlig unzureichende Literaturlage im Krisengebiet diskutiert.
Die Bibliotheken in Bosnien wurden vielfach zerstört. Unklar ist auch, ob politisch nicht genehme Literatur noch gesammelt oder aussortiert worden ist. Eine gesicherte Literaturlage gibt es in Ermangelung der notwendigen finanziellen und bibliothekarischen Ressourcen nach wie vor nicht. Deshalb war die Erarbeitung einer aktualisierten Bibliographie über Ex-Jugoslawien ein auf der Tagung geäußertes dringendes Bedürfnis.
Noch im Sommer 1996 begannen wir am Hamburger Institut für Sozialforschung mit den ersten Diskussionen und Vorarbeiten zur Erstellung einer Bibliographie über Krise und Zerfall des jugoslawischen Staatenbundes und der Kriege in Kroatien und Bosnien. Die Bibliographie wurde ab Herbst 1996 von der Bibliothek des Hamburger Instituts für Sozialforschung und dem Arbeitsbereich Nation und Gesellschaft gemeinsam erarbeitet.
Zielgruppe
Wir haben uns bemüht mit unserer Auswahlbibliographie den Anforderungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, politisch Interessierten sowie Bibliotheken und Institutionen, die sich mit Ex-Jugoslawien und den Nachfolgestaaten beschäftigen, gerecht zu werden.
Inhalt und Berichtszeitraum
In die Bibliographie wurde Literatur aufgenommen, die sich mit der Krise, dem Zerfall und den Kriegshandlungen, den Embargos, der Flucht und Migration, dem ethnischen Nationalismus, dem Traditionalismus und Populismus sowie nicht zuletzt der Interventionsproblematik auseinandersetzt. Berücksichtigt wurden auch Veröffentlichungen zu Fragen des Völkerrechts, der Anerkennungspolitik und der juristischen Aufarbeitung der Kriegsverbrechen.
Einbezogen wurde ebenfalls Literatur zum ökonomischen, kulturellen und sozialen Wandel. Die Vorgeschichte des Krieges in Ex-Jugoslawien wurde bis ins Jahr 1980, dem Todesjahr Titos, zurückverfolgt.
Wir haben uns auf Literatur in deutscher, serbokroatischer, englischer und französischer Sprache, die im Zeitraum 1989 bis Ende 1996 erschienen ist, beschränkt.
Aufbau der Bibliographie
Die Bibliographie enthält ca. 4.600 Dokumente. In die Bibliographie wurden Monographien, Sammelbände, Zeitschriftenaufsätze und Beiträge aus Sammelbänden aufgenommen. Nicht berücksichtigt wurden Beiträge aus Tages- und Wochenzeitungen, Nachrichtenmagazine, Rezensionen, Belletristik und Jugendliteratur. Unberücksichtigt blieben auch Amtsdruckschriften und unveröffentlichte Dissertationen.
Die Bibliographie gliedert sich in drei Teile. Teil 1 enthält alle Verfasser- und Herausgeberwerke. Teil 2 enhält anonyme Schriften. Dazu zählen wir auch jene Titel bzw. Aufsätze, die in Zeitschriften unter einem Kürzel veröffentlicht wurden, deren "wahren" Autorennamen wir aber nicht ermitteln konnten. Teil 3 ist eine alphabetische Liste mit den kompletten bibliographischen Angaben der Zeitschriften, in denen wir Beiträge für die Bibliographie gefunden haben.
Die Zitierweise der Literatur hält sich an internationale Standards. Auf die Angabe von Reihennamen wurde verzichtet. Bei der Schreibweise der Personennamen wurde nach Möglichkeit der erste Vorname ermittelt und weitere Vornamen abgekürzt. Die Schreibweise der serbokroatischen Namen wurde romanisiert.
Recherchemittel
Die Recherche berücksichtigt für alle Sprachräume die jeweiligen Nationalbibliographien, allgemeine und fachspezifische Zeitschriftenauswertungen, versteckte Bibliographien und einschlägige Datenbanken von Institutionen. Besonders hingewiesen sei an dieser Stelle auf den umfangreichen Datenbestand der Stiftung Wissenschaft und Politik in Ebenhausen.
Weiterhin wurden 200 laufend gehaltene wissenschaftliche und politische Zeitschriften des Archivs und der Bibliothek des Hamburger Instituts für Sozialforschung direkt ausgewertet.
Nicht zuletzt haben sich Reisen zu den Buchmessen 1996 nach Belgrad und Frankfurt am Main sowie der Besuch von wichtigen Forschungseinrichtungen und Bibliotheken in Serbien als sehr ergiebig für das Auffinden der Literatur erwiesen.
Insgesamt konnte etwa ein Viertel der in der Bibliographie aufgeführten Dokumente anhand des Originals geprüft werden.
Die genannten Recherchemittel standen uns nicht für alle Sprachkreise in demselben Umfang zur Verfügung. Am ungesichertsten ist der Nachweis über die Literaturlage im ehemaligen Jugoslawien. Über die Menge der nicht nachgewiesenen Titel sind leider nur Vermutungen möglich. Eine wichtige Vorgabe für die Erstellung der Bibliographie war, schnellstmöglich einen umfangreichen Datenpool zu erstellen. So handelt es sich, trotz der großen Datenmenge von ca. 4.600 Titeln, dennoch nur um eine Auswahlbibliographie relevanter Literatur zu den eingangs genannten Themen.
Auf die Erstellung eines Schlagwortregisters mussten wir verzichten. Der Hauptgrund liegt in der mangelnden Möglichkeit, die aufgeführte Literatur - mit vertretbarem Personal- und Zeitaufwand - direkt einzusehen.
Besondere Hinweise
Wir möchten besonders auf eine Bibliographie hinweisen, die Ende 1996 erschienen ist: "Stankovic, Dobrila u. Zlatan Maltaric: Svetska bibliografija o krizi u bivsoj Jugoslavija (Übersetzung: Weltbibliographie zur Krise im ehemaligen Jugoslawien). Beograd 1996." Das Institut für Internationale Politik, die Juristische Fakultät, die Fakultät der Politikwissenschaften sowie das Institut für Zeitgeschichte, alle in Belgrad ansässig, haben 2.650 Titel zur Krise im ehemaligen Jugoslawien zusammengetragen. Diese Bibliographie enthält sehr viel mehr englisch- oder französischsprachige als serbokroatischsprachige Literatur. Sie schließt die Auswertung einer Reihe serbokroatisch-sprachiger Wochenzeitungen und die Auswertung der eigenen Bestände der vier Institute ein. Sie stellt eine gute Ergänzung der vorliegenden Bibliographie dar, nicht zuletzt deshalb, weil die vier Institute aus ihrem jeweiligen Blickwinkel und Arbeitsschwerpunkt heraus die Literatur zusammengetragen und auch die frühe Geschichte des Balkans, Jugoslawiens und der einzelnen Republiken berücksichtigt haben.
Wer Interesse an den UNO-Dokumenten hat, sei auf den "Index to United Nations Documents and Publications" hingewiesen.
Wir hoffen mit dieser Bibliographie ein nützliches Hilfsmittel für die Aufarbeitung der Kriege in Kroatien und Bosnien erstellt zu haben. Wir danken allen, die uns mit Hinweisen, Recherchen und durch Bereitstellung von Infrastruktur geholfen haben.
Gudrun Döllner
Bibliothek, Hamburger Institut für Sozialforschung
