Über die Bibliothek

Die 1984 gegründete Präsenzbibliothek des Hamburger Instituts für Sozialforschung ist eine sozialwissenschaftliche Spezialbibliothek. Ihr Auftrag besteht in der wissenschaftlichen Informationsversorgung der am Institut tätigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und anderer Bereiche des Instituts wie dem Verlag.

Neben dem Bestandsaufbau gehören die Administration elektronischer Ressourcen, die Beschaffung von Büchern und Aufsätzen via Orts- und Fernleihe sowie die Übernahme von Rechercheaufträgen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts, zu den wesentlichen Aufgaben.

Die Bibliothek ist öffentlich zugänglich, alle Bestände können vor Ort genutzt werden. Die externen Bibliotheksnutzer erhalten Hilfestellung bei der Suche nach Literatur und Informationen. Detailliertere Informationen bietet der Menüpunkt Benutzung.

Der Präsenzbestand der Institutsbibliothek umfasst zurzeit etwa 45.000 Medien, darunter 260 laufend gehaltene Print-Zeitschriftenabonnements und 900 elektronische Zeitschriften.

Der Bestand ist über den Katalog der Bibliothek recherchierbar und darüber hinaus im Hamburger Verbundkatalog "Beluga" und im Gemeinsamen Bibliotheksverbund (GBV) nachgewiesen. Die Zeitschriftenbestände sind auch in der Zeitschriftendatenbank enthalten.

Das Sammlungsprofil der Bibliothek orientiert sich an den Forschungsfragen des Instituts, die durch die drei Disziplinen Soziologie, Geschichtswissenschaft und Politikwissenschaft geprägt sind.

Thematische Beschreibung der Bestände:

  • Soziale Bewegungen / Protestbewegungen in der Bundesrepublik Deutschland
    nach 1945 bis heute; dieses Sammelgebiet ist eine inhaltliche Schnittstelle zwischen der Bibliothek und dem Archiv des HIS; es umfasst 5.000 Monographien und mehrbändige Werke sowie 2.000 Zeitschriftentitel, darunter ca. 60 laufende Zeitschrif­ten­abonnements. Mehr erfahren Sie hierzu auf den Seiten des Archivs unter Beschreibung der Sondersammung.
  • Theorie und Geschichte der Gewalt sowie Friedens- und Konfliktforschung
    Dieser Themenkomplex dokumentiert die Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts weltweit in unterschiedlichen politischen Systemen.
    Stichworte: Krieg + Theorie, Gewalttheorie, Staatliche Gewalt, Diktatur, Totalitarismus, Politische Ideologien
    Erster und Zweiter Weltkrieg, Vietnamkrieg, Kalter Krieg, Kollektive Gewalt, Kriegsverbrechen (umfangreicher Bestand zu Sexueller Gewalt in kriegerischen Konflikten)
    Nahostkonflikt; Internationaler Terrorismus, Terrorismusbekämpfung; religiöse Ideologien, religiöser Extremismus, Islamischer Staat
  • Politik und Demokratie in Europa
    Politische Demokratie; Demokratisierungsprozesse; Europäisierung; EWG / EG / EU; Europäische Verfassung
  • Geld und Banken
    Finanzialisierung; Finanzkapitalismus (und Ungleichheit); (Soziologische) Geldtheorie; Digitaler Kapitalismus; Industrie 4.0
    Steuern, Steuerstaat, Steuererhebung und politische Ökonomie, v.a. am Beispiel Italien

  • Theorien
    Theorie in der Soziologie / in der Geschichtswissenschaft / in der Politikwissenschaft; Theorie sozialer/historischer Prozesse; Handlungstheorie; Sozialtheorie u. -philosophie

  • Weitere Bestandssammlungen finden sich zu den Themen:
    Erinnerungs- und Vergangenheitspolitik, Kollektives Gedächtnis; Kriegsverbrecherverfolgung, Wahrheitskommission;
    Nation / Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rechtsradikalismus; Ausländer- / Flüchtlings- und Asylpolitik, Migration, Ethnizität und Integrationspolitik;
    Internet und Social Media

Bibliothek des Hamburger Instituts für Sozialforschung
Mittelweg 36, 20148 Hamburg
Tel.: +49 40 414097-70
Fax: +49 40 414097-11
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Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: 

Philipp BrendelAngela DuileChristoph FuchsMirjam Kania, Afra Petersen, Ingwer Schwensen, Frieda Weber
Leitung: Gudrun Döllner