Forschung
Das Hamburger Institut für Sozialforschung organisiert seine wissenschaftliche Tätigkeit in Arbeitsbereichen, dies sind keine Abteilungen, sondern Arbeits- und Diskussionszusammenhänge. Die Arbeitsbereiche sind Ergebnis der Institutsarbeit der vergangenen Jahre, nicht einer der Arbeit vorgeordneten Aufgabenstellung oder Gründungsintention. Die Heterogenität der Arbeitsbereiche führt zu gewollten inhaltlichen Überschneidungen. Zurzeit gibt es drei Arbeitsbereiche:
Die Gesellschaft der Bundesrepublik
Die verschiedenen Projekte des Arbeitsbereichs erfassen die Bundesrepublik als eine mit besonderen Vergangenheitshypotheken belastete und zugleich von unvergleichlichen Zukunftsaufgaben herausgeforderte Gesellschaft. Es wird eine Situation des offenen sozialen Wandels ins Auge gefasst, in der alte Selbstverständlichkeiten verblassen und neue Ordnungen entstehen. Dieser Wandel betrifft den gesamten Gesellschaftsaufbau der Bundesrepublik: Von der Organisation der Rentenversicherung über die Struktur des Beamtentums bis hin zu der Regulierung der industriellen Beziehungen.
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Nation und Gesellschaft
Die Projekte des Arbeitsbereichs befassen sich mit den Prozessen der politischen Vergesellschaftung und Vergemeinschaftung. Sie fragen nach ihren theoretischen, historischen und aktuellen empirischen Bedingungen und Verläufen sowie ihrer Definitionen und Formulierungen, ihrer Institutionalisierung und praktischen Nutzung. Die sich verändernden Formen der Organisation von Macht und der Begründung und Herstellung kollektiver Moral, der Bindungen, Bewertungen, Kategorisierungen und Rechtfertigungen sind Gegenstand der Beobachtungen und der theoretischen Interessen des Arbeitsbereichs.
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Theorie und Geschichte der Gewalt
Der Arbeitsbereich konzentriert sich auf Gewalt und Gewalterfahrungen im 20. Jahrhundert sowie auf eine Analyse der mit dem Kürzel "Terror und Krieg im 21. Jahrhundert" belegten militärischen, politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Die zu diesen Themen konzipierten Einzelstudien sollen den Dialog zwischen Historikern und Sozialwissenschaftlern fördern. In unregelmäßigen Abständen angebotene Workshops bieten dazu ebenso Gelegenheit wie mehrtägige (internationale) Konferenzen.
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