Theorie und Geschichte der Gewalt
Die Wissenschaft von der Geschichte und der Gesellschaft sollte immer auch eine Wissenschaft der Gewalt sein. Angedrohte, verübte und erlittene Gewalt begleitet die Geschichte der Menschheit als allgegenwärtiges Phänomen. Als das 20. Jahrhundert zu Ende ging, keimte für kurze Zeit die Hoffnung auf, eine Epoche extremer Gewalt verlassen zu haben und neue Wege der Bändigung eines historisch beispiellosen Vernichtungspotentials beschreiten zu können.
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Laufende Projekte:
Bernd Greiner
The American Century / Das amerikanische Jahrhundert. Krieg und Zivilgesellschaft in den USA (Stand: Februar 2008)
Das Projekt thematisiert die Veränderung des Verhältnisses von Militär und Gesellschaft in den USA im 20. Jahrhundert.
Bernd Greiner (Projektleitung), Tim B. Müller, Dierk Walter, Claudia Weber
Zwischen "Totalem Krieg" und "Kleinen Kriegen": Studien zur Gesellschaftsgeschichte des Kalten Krieges (Stand: November 2010)
Seit 2002 wird in einer Reihe internationaler Tagungen die Frage diskutiert, ob und in welcher Weise der Kalte Krieg das gesellschaftliche und soziale Leben in West und Ost und nicht zuletzt der Dritten Welt verändert hat.
Regina Mühlhäuser, Gaby Zipfel
Arbeitsgruppe: Krieg und Geschlecht (Stand: Stand Juni 2010)
Die Arbeitsgruppe aus Wissenschaftlerinnen unterschiedlicher Disziplinen befasst sich mit den Veränderungen von Geschlechterrollen und realen und symbolischen Geschlechterordnungen in Kriegs- und Nachkriegszeiten.
Regina Mühlhäuser, Gaby Zipfel
Sexuelle Gewalt in bewaffneten Konflikten (Stand: März 2010)
Die bisher geltende Annahme, sexuelle Gewalttaten im Krieg seien unvermeidliche Kollateralschäden oder (Ausnahme-)Fälle entgrenzter Gewalt, lässt sich angesichts der neuen empirischen Befunde nicht halten.
Dierk Walter
Imperialkrieg: Gestalt und Logik der Gewaltkomponente der Europäischen Expansion (Stand: Oktober 2010)
Claudia Weber
Communicating Murder. Die Massenerschießungen von Katyn in der politischen Kommunikation des Kalten Krieges (Stand: Februar 2008)
Analyse, wie die russische und die deutsche Propaganda im II. Weltkrieg und die amerikanische und die sowjetische Politik im Kalten Krieg das Massaker in Katyn für ihre Zwecke politisch nutzen.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter:
Dr. phil. Bettina Greiner, Dr. phil. Regina Mühlhäuser, Dr. phil. Tim B. Müller, Katrin Radtke, M.A. Klaas Voß, PD Dr. phil. Dierk Walter, Dr. phil. Claudia Weber, Gaby Zipfel
Leitung: Prof. Dr. phil. Bernd Greiner

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