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Presseinformationen

Pressemitteilung

Hamburg, den 29. Januar 2002

Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941-1944" im Historischen Museum in Bielefeld eröffnet

Am Sonntag, den 27.1.02, wurde die Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941-1944" in einem Festakt im Historischen Museum in Bielefeld eröffnet. Es sprachen: Heinz Deppermann ("Verein zur Aufarbeitung der Geschichte der deutschen Wehrmacht"), Prof. Dr. Helmut Skowronek (Kuratorium), Dr. Michael Vesper (Minister für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes NRW), Dr. Rainer Wend (Bürgermeister der Stadt Bielefeld), Prof. Dr. Hans-Ulrich Wehler (Universität Bielefeld), Dr. Ulrike Jureit (Sprecherin des Ausstellungsteams).

Die Ausstellung wurde im November 2001 in Berlin eröffnet. Bis zum 13. Januar sahen sie dort knapp 50.000 Menschen. Bielefeld ist die zweite Station - die Ausstellung ist dort vom 29. Januar bis zum 17. März 2002 im Historischen Museum, Ravensberger Park 2, zu sehen. Der dritte Ausstellungsort wird Wien sein (9. April bis 26. Mai).

Öffnungszeiten in Bielefeld:                  Di.-Fr. 10-17 Uhr; Do. 10-20 Uhr; Sa./So.10- 18 Uhr

Montags nach Anmeldung; Bedarfsöffnung für geschlossene Gruppen

Der Eintrittspreis beträgt € 5,- /erm. € 3,50/ Schüler € 1,50

Anmeldungen für Führungen unter: Tel. 0521-681 31; Kosten € 25,-

Sollten Sie Fragen zur Ausstellung in Bielefeld haben, wenden Sie sich bitte an den örtlichen Veranstalter:
Verein zur Aufarbeitung der Geschichte der deutschen Wehrmacht e.V., c/o Arbeit und Leben Bielefeld e.V. DGB/VHS, Ravensberger Park 4, 33607 Bielefeld, Tel. 0521-681 31; www.wehrmachtsaustellung-bi.de

Die Ausstellung dokumentiert auf der Grundlage des damals geltenden Kriegs- und Völkerrechts die Beteiligung der Wehrmacht an den im Zweiten Weltkrieg verübten Verbrechen. Am Beispiel der Kriegsschauplätze in Ost- und Südosteuropa zeigt sie insgesamt sechs Dimensionen des Vernichtungskrieges:
Völkermord an den sowjetischen Juden
Massensterben der sowjetischen Kriegsgefangenen
Ernährungskrieg
Deportation von Zwangsarbeitern
Partisanenkrieg
Repressalien und Geiselerschießungen

Die Ausstellung zeigt die teils aktive, teils passive Mitwirkung der Wehrmacht an den verübten Verbrechen. Die bisherige Forschung läßt keine Aussagen über die Anzahl der daran beteiligten deutschen Soldaten und Offiziere zu. Gleichwohl zeigt die Ausstellung auch das konkrete Verhalten einzelner Personen. In den "Handlungsspielräumen" wird gezeigt, daß der Vernichtungskrieg kein Ort abstrakter Dynamik, sondern gestaffelter Entscheidungen und Verantwortlichkeiten war.

Weiter Anfragen zur Ausstellung beantworten wir gerne:
Hamburger Institut für Sozialforschung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 040-41 40 97-0