Pressemitteilung

Kredit, Keynes & Krieg. Mittelweg 36, 3/2013 erscheint am 15. Juni

Das liebe Geld, von dem der Volksmund spricht, ist in unterschiedlichen Facetten das Thema der Ausgabe 3/2013 des Mittelweg 36: Wie es in modernen Gesellschaften entsteht und zum Gegenstand politischer Steuerung wird, durchleuchtet Aaron Sahr in seinem Aufsatz "Von Richard Nixon zur 1.000.000.000.000-$-Münze". Historische Erkenntnisse zu Fragen der Geldpolitik steuert der Wirtschaftshistoriker Roman Köster in dem Beitrag "Vor der Krise" bei: Er untersucht die Rezeption des britischen Ökonomen John Maynard Keynes in der Weimarer Republik und schafft so Bezüge von der gegenwärtigen Finanzkrise zu geschichtlichen Erfahrungen aus der Zeit der Großen Depression.

Ein bis dato ungeschriebenes Kapitel des Kalten Krieges schlägt der Historiker Klaas Voß auf. Ihn beschäftigt die Rolle der US-amerikanischen Söldner in den Stellvertreterkonflikten der Hegemonialmacht des Westens. Sein Aufsatz "Falls etwas schiefgeht" leuchtet die Funktion derjenigen Kombattanten aus, die für beträchtliche Geldsummen die bewaffneten Auseinandersetzungen in den Krisenherden der bipolaren Welt ausgetragen haben.

In der Beilage der "Berliner Colloquien zur Zeitgeschichte" präsentiert Martin Schaad einen exemplarischen Fall aus den Hochzeiten des Stalinismus. Unter dem Titel Black Box Moskau zeichnet der Historiker die (auto-)biografischen Volten des späteren SED-Kulturfunktionärs Alfred Kurella (1895-1975) nach. 

Auch Wolfgang Kraushaar wirft ein Schlaglicht auf die Kulturpolitik der DDR. In der "Protest-Chronik" berichtet er von einem ungewöhnlichen Grenzgänger, dem Schauspieler Wolfgang Kieling, der in die DDR übersiedelte, um schließlich doch wieder Staatsbürger der BRD zu werden.

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