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Vorträge und Diskussionen

Vortrag in der Reihe: nachgedacht. Geisteswissenschaften in Hamburg

Das Grundgesetz und die Freiheit der Kunst – die Geschichte einer Behinderung?

5. Mai 2009

Die Entwicklung der Freiheit der Kunst unter der Geltung des Grundgesetztes steht im Mittelpunkt des vierten Abends in der Reihe „nachgedacht: 60 Jahre Grundgesetz“ am 5. Mai 2009. Diskutanten sind Franziska Augstein, Joachim Kersten und Jan Philipp Reemtsma.

Das Grundgesetz regelt in seinen Grundrechten in Artikel 5, Absatz III die Freiheit der Kunst. Immer wieder kommt es aus der Perspektive anderer Rechtsansprüche, insbesondere aus persönlichkeits-rechtlichen Ansprüchen, zu Klagen gegen Kunstwerke. Franziska Augstein, Joachim Kersten und Jan Philipp Reemtsma diskutieren am Beispiel der Kunstfreiheit, ob die Geschichte des Grundgesetzes die seiner Einschränkung ist. Jan Philipp Reemtsma referiert ein Beispiel aus der Literatur. Anschließend bietet Joachim Kersten eine systematische Einleitung in das Thema und einen kurzen Abriss in die Historie der Anwendung der grundrechtlichen Garantie der Kunstfreiheit durch die bundesrepublikanische Justiz. Franziska Augstein moderiert die anschließende Diskussion.

Dr. Franziska Augstein, Historikerin und Journalistin, war Redakteurin beim Magazin der Wochenzeitung „Die Zeit“, Berlin-Korrespondentin für das Feuilletonressort der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und ist seit 2001 Feuilletonredakteurin der „Süddeutschen Zeitung“, München.
Neueste Veröffentlichung: Von Treue und Verrat. Jorge Semprún und sein Jahrhundert, München: C. H. Beck., 2008

Joachim Kersten, Rechtsanwalt in Hamburg, Rezitator, Autor, Herausgeber und Justitiar der Arno Schmidt Stiftung, Mitglied im Vorstand des Hamburger Instituts für Sozialforschung, Vorsitzender des Kuratoriums der Kurt-Wolff-Stiftung
Neueste Veröffentlichung: (Hg.) Eines Dichters letzte Reise. Drei Erzählungen von Herman Bang, Klaus Mann und Friedrich Sieburg, Hamburg und Zürich: Arche Verlag, 2009

Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma, Philologe, Vorstand des Hamburger Instituts für Sozialforschung. Vorstand der Arno Schmidt Stiftung, Mitherausgeber der Bargfelder Ausgabe der Werke Arno Schmidts
Neueste Veröffentlichung: Vertrauen und Gewalt, Versuch über eine besondere Konstellation der Moderne, Hamburg: Hamburger Edition, 2008.

Ort: Bucerius Law School, Auditorium, Jungiusstraße 6, 20355 Hamburg
Beginn: 19 Uhr
Eintritt: frei

nachgedacht. Geisteswissenschaften in Hamburg ist eine Initiative von:
Akademie der Wissenschaften in Hamburg, Bucerius Law School, Hamburger Institut für Sozialforschung, Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung, Hans-Bredow-Institut für Medienforschung, Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky, ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius. www.nachgedacht-hamburg.de
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