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InstitutsMontage

21. Reihe: Baustelle Kalter Krieg. Zeitgeschichte 20 Jahre nach dem Mauerfall


Christian Th. Müller: Von Beschützern und Besatzern.
Amerikanische und sowjetische Truppen in der deutschen Provinz 1955 bis 1989

7. Dezember 2009

Bis heute ist die Sicht der Deutschen auf die über vier Jahrzehnte währende Präsenz amerikanischer und sowjetischer Streitkräfte durch die Anfangsphase des Kalten Krieges geprägt. Seit der Berlinkrise 1948/49 galten die drei westalliierten Siegermächte unter Führung der USA als "Schutzmächte", während den sowjetischen Truppen ein düsteres Besatzerimage anhaftete. Diese Rollenverteilung wurde auch bei der getrennten Verabschiedung von westalliierten und russischen Truppen aus Berlin 1994 beibehalten und implizit von Berlin auf das gesamte Land übertragen. Doch welche Rolle spielten die fremden Truppen jenseits Berlins im Alltag des Kalten Krieges? Welche Berührungs- und Reibungspunkte gab es zwischen fremden Soldaten und Bevölkerung? Mit welchen Mitteln wurden Konfliktfelder vor Ort bearbeitet und eingehegt? Wie prägten die Erfahrungen und die Formen von Freundschaftspropaganda und institutionalisierter Freundschaft schließlich das Image der amerikanischen bzw. sowjetischen Truppen in der deutschen Bevölkerung? Diesen Fragen soll am Beispiel der Standorte Bamberg und Jüterbog nachgegangen werden.

Dr. Christian Th. Müller, Historiker; wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsbereich "Theorie und Geschichte der Gewalt" des Hamburger Instituts für Sozialforschung

Moderation: PD Dr. Dierk Walter, Historiker; wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsbereich "Theorie und Geschichte der Gewalt" des Hamburger Instituts für Sozialforschung

Ort: Hamburger Institut für Sozialforschung, Mittelweg 36, 20148 Hamburg
Beginn: 20 Uhr
Eintritt: frei