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18. Reihe: Das Recht in der Weltgesellschaft


Ulrich Bielefeld: Nation und Weltgesellschaft

7. Januar 2008

Die moderne Gesellschaft war als nationale Gesellschaft organisiert. Nation war Thema und Institution der Einheit der Gesellschaft. Sie bezog sich auf den Staat und auf die Mitglieder. Sie definierte die Zugehörigkeit der Einzelnen, bestimmte die Grenzen der Kultur und sicherte sie nach außen. Innen galt ihr nationales Recht, entwickelte sich Demokratie als legitime Herrschaft, Öffentlichkeit und Wohlfahrt als Möglichkeit politischer und sozialer Teilhabe, entstanden intermediäre Organisationen, entwickelten sich Gruppen, Klassen und Schichten und wurde noch die Ökonomie als nationale thematisiert.
Seit Mitte des 20. Jahrhunderts, mit der Konferenz von Bretton Woods (1944), der Gründung der Vereinten Nationen (1945) und der Montanunion (1951), aber veränderte sich die Form der politischen Institutionalisierung von Gesellschaft grundlegend. Die Nation war nicht mehr das Ganze und konnte schließlich nicht mehr mit Gesellschaft gleichgesetzt werden.
Oft wird auf Ökonomie und Recht hingewiesen, wenn von Weltgesellschaft gesprochen wird. Gesellschaft aber ist mehr. Lässt sich die Struktur einer differenzierten Weltgesellschaft beschreiben?

PD Dr. Ulrich Bielefeld, Soziologe, Leiter des Arbeitsbereichs "Nation und Gesellschaft" des Hamburger Instituts für Sozialforschung, Lehrbeauftragter im Fachbereich Sozialwissenschaften an der Universität Hamburg

Moderation: Dr. disc.pol. Berthold Vogel, Soziologe, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsbereich "Die Gesellschaft der Bundesrepublik" des Hamburger Instituts für Sozialforschung

Ort: Hamburger Institut für Sozialforschung , Mittelweg 36, 20148 Hamburg

Beginn: 20 Uhr

Eintritt: frei