InstitutsMontage

19. Reihe: Bedroht, abgehängt, ausgeschlossen.
Hans-Jürgen Andreß: Armut trotz Reichtum. Eine neue gesellschaftliche Spaltungslinie
1. Dezember 2008
"Die Kluft zwischen Hummer und Eintopf wird größer" titelte vor einiger Zeit eine große Tageszeitung. Der Vortrag fragt aus einer zeitgeschichtlichen Perspektive nach dem Besonderen an der augenblicklichen gesellschaftlichen Situation, das eine solche Schlagzeile provoziert. Es geht um eine Rekonstruktion des sozialen, ökonomischen und politischen Kontexts, der den aktuellen öffentlichen Diskurs über Armut und Reichtum bestimmt. In einem zweiten Schritt wird diskutiert, welche Belege es für die Behauptung einer zunehmenden Kluft zwischen Arm und Reich gibt. Hier wird der Bereich der öffentlichen Rhetorik verlassen und versucht, mit den klassischen Instrumenten der Empirischen Sozialforschung die These einer zunehmenden Spaltung der Gesellschaft entlang des Begriffspaares "arm" und "reich" zu belegen. Abschließen geht es aus soziologisch-theoretischer Perspektive um die Parallelen und Unterschiede zu früheren sozialen Konflikten und welche Prognosen sich auf dieser Basis über die Zukunft dieser neuen gesellschaftlichen Spaltungslinie machen lassen.
Prof. Dr. Hans-Jürgen Andreß, Soziologe, Professor für "Empirische Sozial- und Wirtschaftsforschung" an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln
Moderation: Dr. Klaus Naumann, Historiker, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsbereich "Die Gesellschaft der Bundesrepublik" des Hamburger Instituts für Sozialforschung.
Ort: Hamburger Institut für Sozialforschung, Mittelweg 36, 20148 Hamburg
Beginn: 20 Uhr
Eintritt: frei

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