InstitutsMontage

18. Reihe: Das Recht in der Weltgesellschaft
Michael Zürn: Recht und Legitimität in der postnationalen Konstellation
4. Februar 2008
Es gibt eine Vielzahl von Indizien für eine Verrechtlichung grenzüberschreitender Beziehungen. Dazu zählt sowohl die Entwicklung von sekundären Normen im Völkerrecht wie die Schaffung rechtsförmiger Regelungen im transnationalen Raum. Keinesfalls aber dürfen die Gegenbewegungen dazu übersehen werden, wozu neue Gewaltformen, nationale Widerstände gegen internationale Institutionen und auch der amerikanische Unilateralismus gehören. Welches Gesamtbild ergibt sich aus diesen widersprüchlichen Entwicklungen? Im Vortrag wird die These vertreten, dass sich die internationalen Beziehungen zunehmend als rechtlich stratifiziertes Mehrebenensystem fassen lassen. Das Recht in der Weltgesellschaft ist demnach präsent und auch im Vormarsch begriffen, es kann aber nicht als eine Herrschaft des Rechts (rule of law) begriffen werden.
Prof. Dr. Michael Zürn, Politologe, Dean der Hertie School of Governance und Direktor der Abteilung "Transnationale Konflikte und Internationale Institutionen" am Wissenschaftszentrum Berlin (WZB)
Moderation: Dr. Fatima Kastner, Soziologin, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich "Nation und Gesellschaft" des Hamburger Instituts für Sozialforschung
Ort: Hamburger Institut für Sozialforschung, Mittelweg 36, 20148 Hamburg
Beginn: 20 Uhr
Eintritt: frei

Per Mail weiterempfehlen