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Vorträge und Diskussionen

Vortrag

Niall Fergusson: Eine neue Kriegsschuld-Debatte?

29. April 1999

Der schottische Historiker Niall Ferguson stellt die in seinem Buch „Der falsche Krieg“ entwickelten Thesen vor, die in Großbritannien unter Historikern, wie in der Öffentlichkeit für erhebliches Aufsehen gesorgt haben. Der in Oxford lehrende Wissenschaftler setzt sich sehr kritisch mit den gängigen Bildern über den „Großen Krieg“ und die damalige britische Politik auseinander – insbesondere mit der Ansicht, der Krieg sei das Ergebnis von unaufhaltsamen, historischen Kräften gewesen. Gestützt auf eine akribische Auswertung der Quellen, unterstellt Ferguson der britischen Politik eine Reihe gravierender Fehlentscheidungen und macht sie für die Eskalation des Kriegsgeschehens mitverantwortlich. Er hält den Ersten Weltkrieg „für den größten Fehler der modernen Geschichte“. Ob und inwieweit Fergusons Arbeit auch zu einer Neubewertung der deutschen Rolle im Ersten Weltkrieg zwingt, wird eine von vielen Fragen sein, die der Autor mit seinem deutschen Publikum diskutieren möchte.

Eine Kooperation mit der Deutschen Verlagsanstalt (DVA).

Ort: Hamburger Institut für Sozialforschung, Mittelweg 36, 20148 Hamburg
Beginn: 20 Uhr
Eintritt: frei