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Vorträge und Diskussionen

Podiumsdiskussion

Aufgaben der Eliten: Die Republik nach Bonn und vor Berlin

15. April 1999

Die Bundesrepublik war eine Elitegründung; gleichwohl traten ihre Eliten anfangs kaum in Erscheinung. Lautlos suchten und fanden sie ihren Platz und erfüllten ihre Funktionen. Erst in den Kontroversen um das „Establishment“ in den 60er Jahren häuften sich mit der Kritik auch die Anfragen an die Eliten. Inzwischen sind die damaligen Kritiker selbst in Ämter und Positionen nachgerückt. Die Rede von, mit und über die Eliten ist selbstverständlicher geworden. Die Normalisierung des Umgangs mit den gesellschaftlichen und politischen Führungskräften wirft nun aber die Frage auf, welche aktive Rolle die Eliten bei der Zukunftsgestaltung spielen sollen. Ohne der alten Sehnsucht nach Führerschaft nachzuhängen, erwartet man von ihnen strategisches Denken, politische Konzepte und gesellschaftliche Orientierungen. Ob sie wollen oder nicht, die Eliten müssen sich den an sie herangetragenen Fragen stellen. Das wird umso dringlicher, seitdem mit der deutschen Vereinigung, der europäischen Integration und der Globalisierung neue Gestaltungsprobleme auf die „Berliner Republik“ zugekommen sind. – Die Diskussionsteilnehmer auf dem Podium werden sich mit diesen Fragen auseinandersetzen.

Podiumsdiskussion mit: Prof. Dr. Roland Czada (Hagen), Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Graf (Augsburg), Prof. Dr. Peter Lösche (Göttingen) und PD Dr. Alexander von Plato (Hagen-Lüdenscheid)

Moderation: PD Dr. Heinz Bude

Eine Podiumsdiskussion in Verbindung mit der wissenschaftlichen Tagung "Transfer und Transformation - Deutsche Eliten nach Hitler und vor Europa", die vom 14. bis 16. April 1999 im Hamburger Institut für Sozialforschung unter Schirmherrschaft von Ortwin Runde, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg

Ort: Haus der Patriotischen Gesellschaft, Hamburg
Beginn: 20 Uhr
Eintritt: frei