Vortrag

19. April 2016

Klaus Schlichte: Was passiert im Krieg?

Gesellschaften in der Gewalt

aus der Reihe: Hamburger Vorträge zur Gewaltforschung - Gewalt in Bürgerkriegen

Die Ausübung, das Erleiden und schon die Erwartung physischer Gewalt verändert grundlegend, wie Gesellschaft und Politik, aber auch Wirtschaft und Kultur im Krieg operieren. Das ist die Ausgangsthese dieses Vortrags. Aber wie lassen sich diese Prozesse beschreiben und verstehen? Welche Folgen haben sie? Die Sozialwissenschaften haben zu diesen Fragen bisher nur fallbezogene Antworten gegeben oder aus einer Generalstabsperspektive geantwortet, in Begriffen der Sicherheit, des Risikos und der Strategie. Aus einer herrschaftssoziologischen Perspektive soll eine andere Herangehensweise zu dieser Frage vorgestellt werden. Dabei wird neben Quellen zur Kriegserfahrung in Deutschland auf Forschungen zu Kriegsgeschichte Serbiens und Ugandas zurückgegriffen.

Prof. Dr. Klaus Schlichte, Professor für "Internationale Beziehungen: Politik in der Weltgesellschaft" am Institut für Interkulturelle & Internationale Studien der Universität Bremen

Moderation: Dr. Miriam M. Müller (Joint PhD), Politologin und Islamwissenschaftlerin in der Forschungsgruppe "Makrogewalt" im Hamburger Institut für Sozialforschung

Ort: Hamburger Institut für Sozialforschung, Mittelweg 36, 20148 Hamburg
Beginn: 19 Uhr
Eintritt: frei

Videoaufzeichung des Vortrags

Mitschnitt des Vortrags als mp3