Vortrag

29. Januar 2014

Christopher Hein: "Lampedusa und kein Ende?"

Zur Flüchtlingspolitik in Europa

aus der Reihe: Unwahrscheinliches Ankommen

In keinem anderen Land sind die Probleme der europäischen Flüchtlingspolitik stärker zutage getreten als in Italien. Insbesondere die Mittelmeerinsel Lampedusa ist ihrer geographischen Lage wegen seit Jahren der Schauplatz von Flüchtlingstragödien. Immer wieder ertrinken notleidende Afrikaner beim Versuch, auf völlig überfüllten Booten und Schiffen nach Europa zu gelangen. Tausende sind inzwischen ums Leben gekommen. Dennoch gibt es innerhalb der EU keine ernst zu nehmenden Anzeichen dafür, dass sich ihre Flüchtlings- und Asylpolitik in absehbarer Zeit ändern würde.

Ist die europäische (und damit auch die deutsche) Politik, die die Augen vor diesen Dramen verschließt, schlicht menschenverachtend? Was müsste unternommen werden, um eine Einwanderungspolitik zu etablieren, die Flüchtlingen eine legale Möglichkeit zur Einreise und zur Bleibe böte?

Christopher Hein ist Jurist und hat für Amnesty International sowie die Vereinten Nationen gearbeitet. Seit 1990 ist er Direktor des Consiglio Italiano per i Rifugiati, des Italienischen Flüchtlingsrates.

Moderation: Dr. Gerd Hankel, Völkerrechtler und Sprachwissenschaftler, arbeitet als Gastwissenschaftler der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur im Hamburger Institut für Sozialforschung

Ort: Hamburger Institut für Sozialforschung, Mittelweg 36, 20148 Hamburg
Beginn: 19 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr)
Eintritt: frei