Vorträge und Diskussionen

Das Hamburger Institut lädt (häufig in Kooperation mit unterschiedlichen externen Partnern) in unregelmäßigen Abständen zur Vorträgen und Vortragsreihen ein, es veranstaltet Podiumsdiskussionen und Streitgespräche. Die aktuellen und vergangenen Veranstaltungen sind nach Jahren und Themen chronologisch archiviert.
2010
April - Juni 2010
Vortragsreihe: Menschen ohne Papiere
Hamburger Beiträge zur Erforschung irregulärer Migration
Das eigene Heimatland verlassen zu können, ist ein Menschenrecht. In ein anderes Land ohne Erlaubnis einzureisen, gilt als Verbrechen. Mit hohem Aufwand versuchen Nationalstaaten unerwünschte Migration durch Grenzkontrollen zu verhindern. Dennoch leben laut Schätzungen allein in Europa bis zu 3,8 Millionen Menschen ohne Papiere. Irreguläre Migration ist ein politisch umkämpftes Thema, bei dem ordnungspolitische und menschenrechtliche Präferenzen im Widerstreit stehen. Seit der Veröffentlichung einer Studie zu "Menschen ohne Papiere" im letzten Jahr wird in Hamburg über Möglichkeiten eines angemessenen Umgangs mit irregulärer Migration ernsthaft diskutiert. Grund genug, Hamburger Sozialwissenschaftlerinnen zu präsentieren, die zu Aspekten irregulärer Migration forschen und publizieren. Die Reihe gibt einen Überblick über in Hamburg angesiedelte aktuelle Forschungsarbeiten zu irregulärer Migration, bietet die Möglichkeit zu Austausch und Vernetzung und möchte intellektuelle Impulse für eine sensible politische und akademische Debatte setzen.
21. April 2010
Dita Vogel: Irreguläre Migration - eine globale Herausforderung
28. April 2010
Marianne Pieper: Politiken illegalisierter Migrantinnen und Migranten
5. Mai 2010
Ursula Neumann: Kinder und Jugendliche ohne Papiere
19. Mai 2010
Kerrin-Sina Arfsten: Illegale Einwanderer: Feindbild an der US-mexikanischen Grenze
26. Mai 2010
Dirk Kohnert: Afrikanische Migranten vor der Festung Europa
2. Juni 2010
Norbert Cyrus: Grenzen und Alternativen der Migrationskontrolle
19. April 2010, Vortrag
Gerd Hankel: "Wenn du nicht sicher bist, töte". Die Stellung von Kombattanten, Nichtkombattanten und Zivilisten im Krieg
Welches sind die wichtigsten Bestimmungen des humanitären Völkerrechts, die eine "Entgrenzung" von kriegerischem Handeln verhindern können?
14. April 2010, Vortrag
Hans Peter Dreitzel: Über die Qualen der Einsamkeit und die Freuden des Alleinseins
Wie lässt sich die Dialektik von objektivem Alleinsein und subjektiven Einsamkeitsgefühlen als Folge des umfassenden Individualisierungsprozesses in modernen Gesellschaften verstehen?
18. Januar 2010, Diskussion
Bürgerliche Integration und gesellschaftlicher Ausschluss
Fragen über den Zusammenhang von bürgerlichen Inklusionsvorstellungen und gesellschaftlichen Exklusionspraktiken spitzen sich im Zeitalter postsäkularer Spannungen, migrantischer Mischungen und sozioökonomischer Verwerfungen zu.
