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Vorträge und Diskussionen

Das Hamburger Institut lädt (häufig in Kooperation mit unterschiedlichen externen Partnern) in unregelmäßigen Abständen zur Vorträgen und Vortragsreihen ein, es veranstaltet Podiumsdiskussionen und Streitgespräche. Die aktuellen und vergangenen Veranstaltungen sind nach Jahren und Themen chronologisch archiviert.

2014

 

September - Oktober 2014
Vortragsreihe: Streit ums Politische: Angst und Hass in der Demokratie

Eine Kooperation der Schaubühne Berlin mit dem Hamburger Institut für Sozialforschung.

Wenn sich unter den Leuten eine Atmosphäre der Angst ausbreitet, lautet eine Erfahrung des 20. Jahrhunderts, ist die Demokratie gefährdet. Dann regiert nicht mehr der faire Ausgleich der Interessen, sondern der Hass auf die Reichen, die Schmarotzer und die Fremden im eigenen Land.

Angesichts der Tatsache, dass Europa sich nur noch mühsam zusammenhalten kann, dass die gesellschaftliche Mitte zusehens in eine obere und eine untere Hälfte zerfällt, und der Kapitalismus, der sich als alternativlos darstellt, anscheinend von gekaufter Zeit lebt, fragt die neue Reihe des "Streits ums Politische" nach den Affekten, die das politische Feld beherrschen.

Leben wir heute in einer Gesellschaft der Angst, die sich in Politiken des Hasses Ausdruck verschafft? Wer verschanzt sich hinter Abwehrhaltungen und Feinderklärungen und welche Gruppen sind überhaupt noch für eine kritische Betrachtung ihrer Lebensformen ansprechbar? Oder geht sowieso alles in Spannung, Spaß und Spiel unter?

Theoretiker des Politischen behaupten, dass man genereller ansetzen und die Frage nach der Logik der Affekte in der Demokratie stellen muss. Schließlich geht es in der politischen Auseinandersetzung nicht allein um die Konkurrenz der Problemlösungen, sondern immer auch um einen Kampf der Lebensauffassungen und Existenzträume. Die Demokratie hat befreiende Revolutionen, furchtbare Regressionen und endlose Langeweile hervorgebracht. So schnell lässt sich offenbar nicht beantworten, was einem lieber ist.

Heinz Bude im Gespräch mit seinen Gästen

 

22. September 2014

Rahel Jaeggi: Angst vor Kritik - Wie könnte eine Kritik von Lebensformen aussehen?

29. September 2014

Jens-Christian Rabe: Agieren, reagieren, abreagieren - Hass als populäre Kunst

20. Oktober 2014

Ernst-Dieter Lantermann: Dürfen wir in der Demokratie auch hassen?

27. Oktober 2014

Herfried Münkler: Außenpolitik als Affektfeld - Müssen wir in Europa Angst haben vor einem realistischen Denken?

 

15. September 2014, Vortrag
Aaron Sahr: Das Versprechen des Geldes
Über den Versuch, Knappheit aus Schulden herzustellen

 

10. Juli 2014, Vortrag
Oliver Nachtwey: Der Fahrstuhl fährt wieder nach unten – Zur Entstehung einer Abstiegsgesellschaft

 

2. Juli 2014, Vortrag
Elmar Wiesendahl: Soldaten der Bundeswehr ohne Halt?
Kontroversen um ein professionelles Leitbild von morgen

 

April - Juni 2014
Vortragsreihe: Hamburger Gespräche zur Zukunft der Arbeit

Die Erwerbsarbeit steht im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens. Für manche zu oft, für manche zu selten. Denn während die Einen über ein Zuviel an Arbeit klagen und den Eindruck haben, ganz und gar von ihrer Arbeitstätigkeit in Beschlag genommen zu werden, bedrückt die Anderen das Fehlen der Erwerbsarbeit oder deren biografische Unregelmäßigkeit. Erwerbsarbeit bestimmt den gesellschaftlichen Status, verschafft Anerkennung, sie gibt die Mittel zur Hand, um das Leben zu bestreiten. Aber sie bereitet auch Verdruss, sie strengt an, sie erschöpft.

Kurzum, das Thema Erwerbsarbeit beschäftigt uns. Doch nicht nur ihre Gegenwart ist von Interesse, ihre aktuellen Miseren oder die berufliche Erfüllung, die sie zu vermitteln vermag. Mit Blick auf die Veränderungen von Arbeits- und Sozialrecht, auf technologische Innovationen und auf schrumpfende öffentliche Finanzspielräume stellen sich Fragen für die Zukunft: Wie geht es weiter mit der Arbeit? Welche Rückschlüsse können wir aus der aktuellen Forschung ziehen? Hierzu möchte die Vortragsreihe Anregungen und Antworten liefern. Expertinnen und Experten sind eingeladen, über Fragen der rechtlichen Gestaltung der Arbeitswelt, der veränderten Ansprüche an (Erwerbs)Arbeit oder der künftigen Bedeutung prekärer Arbeit zu sprechen und zu diskutieren.

Die Vortragsreihe knüpft an Forschungen zu Arbeitswirklichkeiten und neuen sozialen Ungleichheiten an, die seit vielen Jahren in der Forschungsarbeit des Instituts eine wichtige Rolle spielen.

 

29. April 2014

Eva Kocher: Das Recht auf eine selbstbestimmte Erwerbsbiographie

14. Mai 2014

Harald Wolf: Die Zukunft der Arbeitsteilung und ihre sozial-moralischen Folgen

4. Juni 2014

Stefanie Hürtgen: Ansprüche an Arbeit unter Normalitätsdruck?

18. Juni 2014

Kerstin Jürgens: Überlastung und Erschöpfung – ein neues Kräftemessen in der Arbeitswelt

 

12. Juni 2014, Vortrag
Matthias Häußler: Warum die Herero die Deutschen ins Land ließen

 

27. Mai 2014, Hamburger Vorträge zur Gewaltgeschichte
Bernd Greiner: Angstunternehmer. Anmerkungen zu einem amerikanischen Rollenmodell im 20. Jahrhundert

 

20. Mai 2014, Hamburger Vorträge zur Gewaltgeschichte
Jan C. Behrends: Afghanistan als Gewaltraum. Historische und aktuelle Dimensionen des sowjetischen Krieges am Hindukusch

 

13. Mai 2014, Hamburger Vorträge zur Gewaltgeschichte
Svenja Bethke: Tanz auf Messers Schneide. Kriminalität und Recht in nationalsozialistischen Ghettos

 

23. April 2014, Vortrag
Gerd Hankel: Ruanda 20 Jahre nach dem Völkermord

 

20. März 2014, Diskussion
Die Zukunft globaler Ungleichheit

 

Januar - Februar 2014
Vortragsreihe: Unwahrscheinliches Ankommen

Wolfgang Kraushaar zum 65. Geburtstag


Gesprächsreihe über Fluchtpunkte


Ein Philosoph, dem die Flucht misslingt, wird zum Impulsgeber eines neuen Sehens und Denkens; ein Jurist, der die Vereinten Nationen berät, wird zum Leiter einer Flüchtlingsorganisation; ein Schriftsteller, dessen Eltern nicht mehr vor den Nazis fliehen können, schafft sich seine eigene Sprache; eine Musiksendung wird zum Fluchtort all jener, die der stickigen Nachkriegsatmosphäre entfliehen wollen.
In diesen vier Konstellationen spiegeln sich biographisch prägende Einflüsse. Gescheiterte Fluchten, die aber in einem übertragenen Sinne zu unerwarteten Ankunftsorten führten, bilden Fixpunkte intellektueller, politischer und kultureller Orientierung.

 

15. Januar 2014

Irving Wohlfarth: "Glutkern Aktualität"
Zu Benjamins Thesen "Über den Begriff der Geschichte"

29. Januar 2014

Christopher Hein: "Lampedusa und kein Ende?"
Zur Flüchtlingspolitik in Europa

12. Februar 2014

Robert Schindel: "Man ist viel zu früh jung"
Die Kommune Wien und die 68er-Bewegung

26. Februar 2014

Wolfgang Rumpf: "Eine Bande Irrsinniger und Hysteriker"
Der Beat-Club als Kulturschock

 

13. Februar 2014, Vortrag
Timothy Snyder: Space as a Category in a Global History of the Holocaust

2013

 

28. November 2013, Vortrag
Pierre Rosanvallon: The Society of Equals

 

Oktober - November 2013
Vortragsreihe: Rechtsterrorismus und Staat


Am 4. November 2011 entdeckten Polizeibeamte im thüringischen Eisenach auf der Suche nach Bankräubern zwei tote Rechtsterroristen. Bald darauf wurde bekannt, dass sie eine beispiellose Mordserie begangen hatten, in deren Verlauf zwischen 2000 und 2007 aus fremdenfeindlichen Motiven neun Kleinunternehmer sowie eine Polizistin erschossen worden waren.


Seitdem überstürzen sich die Medien mit spektakulären Meldungen über Hintergründe und Zusammenhänge einer Verbrechenserie, die verräterischerweise als "Döner-Morde" bezeichnet und damit den Familien der Opfer selbst in die Schuhe zu schieben versucht worden war. Und als klar wurde, dass die beiden Neonazis zusammen mit einer jungen Frau ein Trio gebildet hatten, das den Namen "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) trug, sahen sich die Sicherheitsbehörden insgesamt auf dem Prüfstand. Warum war es weder Polizei und Justiz noch einem Geheimdienst wie dem Verfassungsschutz vorzeitig gelungen, ermittlungsrelevante Erkenntnisse zu Tage zu befördern? Und das, obwohl die Verfassungsschützer Dutzende von Spitzeln in führende Neonazi-Kreise eingeschleust hatte, von denen eine ganze Reihe nachweislich mit dem Trio in Kontakt stand?


Im Frühjahr 2013 hat vor dem Oberlandesgericht München der Prozess gegen das noch lebende Mitglied des NSU-Trios begonnen. Doch mit der Verfolgung der strafrechtlichen Interessen allein kann dem Aufklärungsbedarf nicht  Genüge getan werden. Wie auf einer unsichtbaren Anklagebank haben dort auch führende Vertreter der nachhaltig belasteten Sicherheitsbehörden Platz genommen. Der einstige Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Heinz Fromm, musste, ebenso wie fünf Leiter von Verfassungsschutzämtern  wegen Fehlern, Versäumnissen und zahlloser Ungereimtheiten seinen Hut nehmen. Es scheint als sei es nun die Aufgabe der Öffentlichkeit im Allgemeinen und der Wissenschaft im Besonderen, die von der Justiz ausgesparte Frage nach der Funktionstüchtigkeit der bundesdeutschen Sicherheitsarchitektur aufzuwerfen.


In der Veranstaltungsreihe kommen ein Politik- und ein Rechtswissenschaftler sowie der Leiter eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses und der ehemalige Chef zweier Geheimdienste zu Wort. Im Kern geht es dabei darum, sich, auf der Basis der vom Bundestagsuntersuchungsausschuss zu den NSU-Morden gewonnenen Ergebnisse, ein Urteil über die Frage zu bilden, ob der Verfassungsschutz reformiert werden kann oder ob er doch besser abgeschafft werden sollte.


Alle Vorträge finden in Hamburger Institut für Sozialforschung, Mittelweg 36 statt und beginnen um 19 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr).

 

15. Oktober 2013

Hajo Funke: "Das ist der größte Sicherheitsskandal"
Der Untersuchungsausschuss zur Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU)

29. Oktober 2013

Sebastian Edathy: "Ein beispielloses und beschämendes Versagen"
Die Ergebnisse des Bundestagsuntersuchungsausschusses zur NSU-Mordserie

12. November 2013

Horst Meier: Den Verfassungsschutz abschaffen!
Ein Plädoyer

26. November 2013

Hansjörg Geiger: Den Verfassungsschutz reformieren!
Ein Plädoyer

 

Oktober - November 2013
Vortragsreihe: Streit ums Politische: Die Macht des Spirituellen

Eine Kooperation der Schaubühne Berlin mit dem Hamburger Institut für Sozialforschung.

Wir leben in postsäkularen Zeiten. Jedenfalls stehen diejenigen, die alle Fragen nach Gott oder den Göttern als Opium fürs Volk von sich weisen, auf verlorenem Posten. Im Unterschied aber zum New Age, als die geheimen Zeichen der Tarotkarten oder die heilende Kraft der Steine beschworen wurden, werden heute die politischen Gehalte der Religion zur Debatte gestellt. Das Aufregende und Faszinierende der Religion ist vom Raum des Persönlichen und Privaten in den Raum des Öffentlichen und Kollektiven gewandert.

Dabei ist allerdings nicht mehr ganz klar, wie eine reaktionäre von einer progressiven Politik der Religion unterschieden werden kann. So wird die ungeheure Bewegung der Pfingstkirchen im durch und durch katholischen Lateinamerika als Machtnahme der Frauen gesehen, die vom elenden Machismo ihrer Männer genug haben.

Auf der anderen Seite spielen in den monotheistischen Weltreligionen die Fundamentalisten mit dem Feuer. Die Religion ist hier Teil einer ideologischen Explosion, die die Gläubigen gegen die Ungläubigen in Stellung bringt. Es wird in starken religiösen Worten nicht Demut und Liebe, sondern Arroganz und Hass gepredigt. Aus der europäischen Erfahrung steht damit das Verhältnis von geistlicher und weltlicher Herrschaft auf dem Spiel. Ist das weltweite Öffentlich werden von Religion Zeichen einer gefährlichen Verwirrung oder Ausdruck einer vergessenen Intensität? Wenn es darauf ankommt, die Welt nicht hinzunehmen, sondern zu verändern, dann ist der Streit ums Politische immer auch ein Streit über die Quellen der kollektiven Selbstermächtigung. Ohne eine Inspiration, die von woanders herkommt, ist Politik offenbar nicht möglich. Allerdings ist die Reaktion darauf immer gespalten: Was bei den einen Begeisterung kann bei den anderen Erschrecken hervorrufen.

Heinz Bude vom Hamburger Institut für Sozialforschung diskutiert mit seinen Gästen in »Streit ums Politische« die Frage, worin die Macht des Spirituellen heute besteht. Was verdeckt und was zeigt sie?

 

14. Oktober 2013

Armin Nassehi: Der Code des Spirituellen

28. Oktober 2013

Micha Brumlik: Spirituelle Subtexte der Gesellschaftskritik

4. November 2013

Hans-Joachim Sander: Armut und Befreiung. Andere Orte der Theologie

11. November 2013

Dietrich Diederichsen: Spiritualität und Pop-Musik

 

6. November 2013, Vortrag
Moritz Rinn: Urbanität der Ungleichheit?
Hamburger Metropolenpolitik und das Versprechen der guten Stadt

 

2. November 2013, Vortrag
Nacht des Wissens

 

24. Oktober 2013, Diskussion
Umstrittene Migration – Engagierte Soziologie
Zum Selbstverständnis der Migrationsforschung in der Demokratie

 

22. Oktober 2013, Vortrag
Beatrice de Graaf: Der Breivik-Prozess. Performing Justice als Bewältigungsstrategie

 

24. September 2013, Vortrag
Ulrike von Hirschhausen: Schlägt das Empire zurück? Monarchie als Herrschaftsinstrument in Europa

 

27. August 2013, Vortrag
Michael Wildt: Gemeinschaft und Gewalt. Ordnungsdenken und politische Praxis zwischen 1919 und 1939

 

13. Juni 2013, Vortrag
Sexual Violence in the Concentration Camps - What Popular Stories Reveal

DER VORTRAG FÄLLT LEIDER KRANKHEiTSBEDINGT AUS!

 

15. April 2013, Vortrag
Jacco Pekelder: Die RAF und die Niederlande 1970-1980

 

21. März 2013, Vortrag
Vincenz Leuschner: Politische Freundschaften zwischen Öffentlichkeit und Geheimhaltung

 

19. März 2013, Hamburger Vorträge zur Gewaltgeschichte
Klaas Voß: Söldner im Kalten Krieg. US-Geheimoperationen und ihre politischen Folgen

 

14. März 2013, Vortrag
Rodric Braithwaite: This time it will be different:
The Russians in Afghanistan 1979-89

 

12. Februar 2013, Hamburger Vorträge zur Gewaltgeschichte
Silvan Niedermeier: Forced Confessions: Folter und Bürgerrechte in den US-amerikanischen Südstaaten (1930-1955)

 

22. Januar 2013, Hamburger Vorträge zur Gewaltgeschichte
Sara Berger: Die NS-Vernichtungslager in Polen. Täter und Organisation von Belzec, Sobibor und Treblinka

2012

 

Oktober - November 2012
Vortragsreihe: Streit ums Politische: It’s capitalism, stupid!

Eine Kooperation der Schaubühne Berlin mit dem Hamburger Institut für Sozialforschung.



Der Spuk ist zwar noch lange nicht vorbei, aber der Glaube, dass die gesamte Gesellschaft durch eine politische Technologie des Marktes optimiert werden könnte, ist dahin. Der Neoliberalismus hat abgewirtschaftet, trotzdem geht der Kapitalismus weiter. Im Augenblick flüchtet sich das kritische Bewusstsein in eine Haltung des Misstrauens, die sich die Parole der Transparenz auf die Fahnen schreibt. Man verspricht sich von der Durchleuchtung von Entscheidungswegen und Verhandlungsarenen eine Verbesserung der gesellschaftlichen Verhältnisse. Zugleich entstehen Vorstellungen von einer „Sharing Economy“, in der die Verteilung der Güter und Dienstleistungen von den Produzenten und Konsumenten selber in die Hand genommen wird.
Hier deutet sich die Idee eines anderen Denkens über die Ökonomie an, das Vorstellungen kollektiver Selbstbestimmungen mit Idealen persönlicher Initiative und Prinzipien fairer Beteiligung mischt. Es gibt eine Rückkehr zu komplexen Bildern der Wirtschaft, wie sie von ökonomischen Klassikern wie John Maynard Keynes und Joseph Schumpeter, aber auch von Karl Marx gezeichnet worden sind. Wirtschaft kann nicht ohne Gesellschaft, aber Gesellschaft kann auch nicht ohne Wirtschaft gedacht werden. Es bildet sich von ganz verschiedenen Richtungen ausgehend ein gesellschaftlicher Konsens, dass die Ökonomie keine Sphäre naturhafter Zwänge darstellet, sondern immer eine politische Ökonomie darstellt, in der die Korporationen der Zivilgesellschaft, die Apparate des Staates, die Regulationen des Rechts, die Manöver der Banken, die Strategien der Unternehmen und die Masse der Konsumenten jeweils eine eigen Rolle spielen. Von jeder dieser Seiten wird das Ganze gedreht, gewendet und in Bewegung gehalten.
Die Vortragsreihe beschäftigt sich mit den neuralgischen Punkten eines ökonomischen Denkens, das sich von der Ideologie einer unsichtbaren Hand löst. Es geht um die Rolle des Geldes, die Vorstellung von Kredit, die Wege der Beteiligung und die Auffassung von Wachstum. Nicht ein Ausstieg aus der Ökonomie, sondern die Wiedererfindung einer Ökonomie im Dienste der Gesellschaft ist das Thema.


Heinz Bude vom Hamburger Institut für Sozialforschung diskutiert mit seinen Gästen in einer neuen Serie der Reihe „Streit ums Politische“ über die neuralgischen Punkte eines ökonomischen Denkens, das sich von der Ideologie einer unsichtbaren Hand löst.

 

22. Oktober 2012

Ralph Heidenreich, Stefan Heidenreich: Sparzwang und Zahlungsversprechen. Politik einhegen, Kredit ausdehnen

29. Oktober 2012

Heiner Ganßmann: Auf dem Weg zur "marktkonformen" Demokratie?

12. November 2012

Gunther Teubner: Kollektivsucht? Die Finanzkrise als "konstitutioneller Moment"

19. November 2012

Ottmar Edenhofer: Die Atmosphäre als Global Common - Von der Tragödie zum Drama

 

18. Oktober 2012, Vortrag
Das Zweite Vatikanische Konzil

 

15. Oktober 2012, Vortrag
Gerd Hankel: Der Krieg im Ostkongo. Das Wechselspiel von Politik und Verbrechen

 

13. September 2012, Vortrag
Slavenka Drakulić: Europe lacks cohesion - Braucht Europa mehr Zusammenhalt?

 

Mai - Juni 2012
Vortragsreihe: Zwischenkriegszeit
Neue Perspektiven auf europäische Gesellschaften 1918-1939

"Labor der Moderne", ideologisches und politisches "Experimentierfeld", "Krisenjahre der klassischen Moderne", "breeding ground" des wohlfahrtsstaatlichen Nachkriegskapitalismus, zweiter "Dreißigjähriger Krieg" und Weltbürgerkrieg – diese prominenten Deutungen der Zwischenkriegszeit machen in ihrer Gegensätzlichkeit eines deutlich: Die Epoche zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg war in jeder Hinsicht ein "Zeitalter der Extreme", so ereignis- wie folgenreich, dass die Geschichtswissenschaft selbst nach Jahrzehnten intensiver Forschung auch nicht annäherungsweise einen Konsens über Grundfragen gefunden hat. Es bleibt also spannend – Grund genug, renommierte Historikerinnen und Historiker einzuladen, ihre aktuellen Arbeiten und Ansätze zur Zwischenkriegszeit in Deutschland und Europa vorzustellen.

"Zwischenkriegszeit" unterstellt keine zwangsläufige Entwicklung. Es führte kein direkter Weg vom ersten zum zweiten totalen und globalen Krieg. Das ist leichter behauptet als in Geschichtsschreibung umgesetzt. Darum wird hier die gängige Ausgangsvermutung auf den Kopf gestellt: Zerstörerische internationale Konflikte und die damit verbundenen sozialen und ökonomischen Erschütterungen haben nicht verhindert, dass zwischen den beiden Weltkriegen auch politische Optionen getestet wurden, an die nach 1945 die demokratische Ordnung im Westen erfolgreich anknüpfen konnte. Ohne die Krisen und Katastrophen der Zwischenkriegszeit zu ignorieren, betonen die Referentinnen und Referenten die Offenheit der Entwicklung auf unterschiedlichen Handlungsfeldern. Es geht dabei um politische Ordnungsentwürfe und wirtschaftliche Lösungsstrategien, um Grundmuster der politischen Kultur und Perspektivenwechsel der Wissenschaft, um Gewalt und Nation, um ideologische Konflikte und gesellschaftliche Stabilisierung. 

 

3. Mai 2012

Anselm Doering-Manteuffel: Weimar als Modell
Der Ort der Zwischenkriegszeit in der Geschichte des 20. Jahrhunderts

8. Mai 2012

Wolfgang Hardtwig: "Volksgemeinschaft" in der Kontroverse 1914 – 1945

24. Mai 2012

Werner Plumpe: Weimars Wirtschaft revisited

31. Mai 2012

Lutz Raphael: Imperiale Gewalt und mobilisierte Nation
Neue Perspektiven auf Europa zwischen 1900 und 1950

zugleich im Rahmen der "Hamburger Vorträge zu Gewalt und Genozid"

 

12. Juni 2012

Ulrike Jureit: Eine Art historischer Phantomschmerz
Konzepte territorialer Ordnung in der Zwischenkriegszeit

 

7. Juni 2012, Vortrag
John Meyer: Cultural Contradictions of Post-Capitalism

 

April - Mai 2012
Vortragsreihe: Hamburger Vorträge zu Gewalt und Genozid II

Organisiert von der Professur für die Geschichte Afrikas (Prof. Dr. Jürgen Zimmerer) in Verbindung mit dem International Network of Genocide Scholars (INoGS) und dem Hamburger Institut für Sozialforschung (HIS).

 

19. April 2012

Philip Spencer: Nationalism, the postcolonial state and genocide

30. Mai 2012

Michael Geyer: Der "Große" und der "Größere" Krieg: Kriege – Revolutionen – Ländliche Erhebungen

31. Mai 2012

Lutz Raphael: Imperiale Gewalt und mobilisierte Nation.
NeuePerspektiven auf Europa zwischen 1900 und 1950

zugleich in der Vortragsreihe "Zwischenkriegszeit. Neue Perspektiven auf europäische Gesellschaften 1918-1939"

 

14. Mai 2012, Diskussion
Zwischen Diktatur und Demokratie
Was bleibt von Franz Neumann?

 

März - April 2012
Vortragsreihe: Streit ums Politische: Herrschaft!

Eine Kooperation der Schaubühne Berlin mit dem Hamburger Institut für Sozialforschung.



Macht existiert. Man fühlt sie, arrangiert sich mit ihr, opponiert gegen sie, unterläuft sie. Aber was ist Herrschaft? Wir kommen aus einer historischen Periode, die die Herrschaft geleugnet hat. Wenn es nur noch Individuen und keine Gesellschaft mehr geben soll, dann kann es auch keine Herrschaft mehr geben. Anstatt Abhängigkeiten zu rechtfertigen, wurden daher flache Hierarchien gepriesen, kreative Einzelne bewundert und win-win-Situationen phantasiert. Heute hat sich das für viele als Lüge entpuppt. Das alles beherrschende Gesetz scheint zu sein, dass aus Geld mehr Geld wird. Kapitalismus ist der Name für ein System, das die Verwertungsinteressen des Kapitals in Widerspruch zu den Bedürfnissen der Menschen bringt. Es ist  kein Privileg der Linken mehr, auf Klassenverhältnisse hinzuweisen. Nur ist zu klären, welche Klassen mit welchem Anspruch und vor allem mit welchen Effekten für uns alle auftreten. 
Sonst bleibt im Ressentiment gegen das System stecken, was Bewegung im System schaffen könnte.

Heinz Bude vom Hamburger Institut für Sozialforschung diskutiert an vier Abenden mit seinen Gästen. 

 

19. März 2012

Dirk Baecker: Herrschaft im System: Zur Kontrolle von Macht

26. März 2012

Friederike Bahl, Philipp Staab: Arbeit, Herrschaft, Proletarität – Zombies der Industriegesellschaft?

16. April 2012

Wolfgang Streeck: Doppelherrschaft im Kapitalismus

23. April 2012

Claudia Honegger: Frauenmacht/Männerherrschaft?

 

27. Februar 2012, Vortrag
Natalie Grimm: Prekarität als Dauerzustand.
Erwerbsbiographien in der Zwischenzone der Arbeitswelt

 

Dezember 2011 - Februar 2012
Vortragsreihe: Hamburger Vorträge zu Gewalt und Genozid I

2011

 

8. Dezember 2011, Vortrag
Michael Ignatieff: "Ill Fares the Land. Was Tony Judt Right about Politics?"

Vortrag im Rahmen des Berliner Colloquiums zur Zeitgeschichte "Tony Judt’s Legacy, or the Past and the Future of Social Democracy and the Welfare State", das am 9. und 10.12.11 stattfindet.

 

Oktober - Dezember 2011
Vortragsreihe: Streit ums Politische. Regimes der Leidenschaft

Eine Kooperation der Schaubühne Berlin mit dem Hamburger Institut für Sozialforschung.


Wenn Angela Merkel sagt, sie könne mal liberal, mal sozial und mal konservativ sein, dann ist am Ende egal, was man ist. Die Vorstellung, dass sich im postideologischen Zeitalter die politischen Auseinandersetzungen auf Sachthemen reduzieren lassen, wirft die Frage auf, was mit dem politischen Engagement überhaupt noch gemeint sein könnte. Was ist das Politische, das die politischen Differenzen ermöglicht?

Die gängige Formel von der "Politikverdrossenheit" kommt einem Eingeständnis des Unverständnisses gleich. Jenseits von Carl Schmitt stellt sich Frage nach dem Politischen heute neu. Die zumeist gehandelten Antworten, die auf die Legitimation durch Verfahren oder auf die Normierung nach Gerechtigkeit abheben, bringen die Sache zum Verschwinden. Man steht sprachlos davor, wenn die Leute beim Thema des politischen Engagements nur müde abwinken. Verborgen ist, was einen eigentlich reizen soll, wenn es um Politik überhaupt geht.Was könnte im postideologischen Zeitalter, in dem sich die politischen Auseinandersetzungen auf Sachthemen reduzieren lassen,  mit dem politischen Engagement überhaupt noch gemeint sein? Was ist das Politische, das die politischen Differenzen ermöglicht? Man kann sich dabei auf die Beobachtung beziehen, das "junge Leute" heute in Umfragen angeben, sich durchaus nicht als unpolitisch anzusehen, aber zu den "traditionellen" Formen der politischen Beteiligung in Parteien, Gewerkschaften etc. auf Distanz gehen. Genauer nachgefragt, stellt sich dann heraus, dass sie gar nicht wissen, was es heißt, sich politisch zu engagieren.

Die Vortragsreihe nimmt Bezug auf ein Gesellschaftsdenken, das eine scharfe Differenz zwischen dem Politischen und  dem Sozialen macht. Der starre Blick auf die soziale Symmetrie kann den Impuls zur politischen Souveränität zunichte machen. Die Motive der unhintergehbaren Herrschaft, der notwendigen Repräsentation und der unendlichen Demokratie sollen die Frage nach dem politischen Engagement mit der nach der persönlichen Existenz in Berührung bringen. Was für ein Einsatz ist gefordert, wenn man sich als politisches Wesen begreift, das die öffentlichen Angelegenheiten nicht sich selbst überlässt?


Kurator der Reihe ist Heinz Bude. Er leitet den Arbeitsbereich "Die Gesellschaft der Bundesrepublik" des Hamburger Instituts für Sozialforschung und ist Inhaber des Lehrstuhls für Makrosoziologie an der Universität Kassel.

 

 

27. Oktober 2011

Christoph Möllers: Wir, Ihr oder Sie? Formen und Identifikationen des Politischen

3. November 2011

Oliver Marchart: Was ist das Politische? Wo ist Politik? Antworten jenseits von Mao und Bartleby

17. November 2011

Raymond Geuss: Wer das Sagen hat

8. Dezember 2011

Isabelle Graw: Rohstoff Leben. Andy Warhols Factory als biopolitisches Theater

 

29. Oktober 2011, Vortrag
Nacht des Wissens

Zum vierten Mal wird es in Hamburg eine lange Nacht mit Wissenschaft und Forschung geben. Hochschulen, wissenschaftliche Einrichtungen und Forschungsbereiche gewähren dann spannende Einblicke hinter die Kulissen und zeigen, wie faszinierend und fesselnd Wissenschaft für Jung und Alt sein kann.

 

13. Oktober 2011, Vortrag
Eric D. Weitz: Für wen gelten die Menschenrechte?
Ein kritischer Blick auf das Zeitalter der Selbstbestimmung

Rechte haben wir niemals nur als Individuen – ein globales Bürgerrecht ist ein schöner Traum, keine Realität.

 

28. September 2011, Vortrag
Bernd Greiner: 9/11. Der Tag, die Angst, die Folgen

Was geschah wirklich am 11. September 2001? Seit zehn Jahren recherchieren staatliche Ermittler und Historiker. Dennoch haben Verschwörungstheorien über "9/11" nach wie vor Hochkonjunktur.

 

26. September 2011, Diskussion
Politische Bildung heute: Wozu, wohin, für wen?

 

7. Juli 2011, Vortrag
Timothy Snyder: Bloodlands: Europe Between Hitler and Stalin

Vortrag im Rahmen der Reihe "Hamburger Vorträge zu Genozid und Gewalt", organisiert von der Professur für die Geschichte Afrikas (Prof. Dr. Jürgen Zimmerer) in Verbindung mit dem International Network of Genocide Scholars (INoGS) und dem Hamburger Institut für Sozialforschung.

 

11. April 2011, Vortrag
Janosch Schobin: Einsamkeit als soziale Tatsache? Thesen zur gesellschaftlichen Dynamik sozialer Isolation

Sollte sich die Einsamkeit als soziales Phänomen erweisen, dann führt dies zu einer Reihe gesellschaftsdiagnostischer Fragen: Was geschieht mit den Milieus der Einsamkeit, wenn die Bevölkerung rapide altert? Welche Empfindungen der Einsamkeit entstehen in einer Gesellschaft, die von der Integration durch Aufstieg auf komplexe Schematismen sozialer Exklusion umstellt?

 

Januar - März 2011
Vortragsreihe: Stuttgart 21 – reflexiv. Gesellschaftstheorie eines lokalen Ereignisses

Eine Kooperation des Hebbel am Ufer (HAU) mit dem Hamburger Institut für Sozialforschung (HIS)


Im Blick auf die Proteste gegen Stuttgart 21 stellt sich die Frage nach einer Transformation des Politischen. Was sagen die Unruhen, die einen zentralen Standort der exportorientierten Hochproduktivitätsökonomie spalten, über den Zustand des Landes? Wie stellt sich das Verhältnis von politischer Planung, gesellschaftlicher Stimmung und zivilem Ungehorsam am Fall Stuttgart 21 dar?  Dahinter steckt die von einer kritischen Gesellschaftstheorie aufgeworfene Frage nach dem aktuellen Ausdruck des prinzipiellen Widerspruchs zwischen konkreten gesellschaftlichen Bedürfnissen und den allgemeinen, in Verfahren realer Abstraktion zur Verhandlung stehenden ökonomischen Verwertungsimperativen. Zudem bringen neuartige generationelle Allianzen ein Erregungspotential eigener Art mit sich. Dann träte eine Politik im Zeitalter der Postpolitik in Erscheinung, die im Kern einer biopolitischen Grammatik folgt, für die das politische System als repräsentativer Ausdruck des Volkswillens kein Sensorium hat.


Moderation: Heinz Bude


Der Soziologe Heinz Bude leitet den Arbeitsbereich "Die Gesellschaft der Bundesrepublik" des Hamburger Instituts für Sozialforschung und ist Inhaber des Lehrstuhls für Makrosoziologie an der Universität Kassel.

 

13. Januar 2011

Jens Hacke: Die lange Dauer des technischen Staates. Grenzen einer Legitimation durch Verfahren

8. Februar 2011

Wolfgang Kraushaar: Protest der Privilegierten? Oder: Was ist wirklich neu an den Demonstrationen gegen Stuttgart 21?

8. März 2011

Aaron Sahr, Philipp Staab: Bahnhof der Leidenschaften - Zur politischen Semantik eines unwahrscheinlichen Ereignisses

14. März 2011

Ulrich Bielefeld: Der Auftritt des Volkes auf der leergeräumten Bühne der Macht

 

22. Februar 2011, Vortrag
Herfried Münkler: Spaltet sich die Mitte?
Über soziale und politische Stabilität in Deutschland

Mit Blick auf die Gesellschaft ist es von jeher die Überzeugung, dass eine breite soziale Mitte für ein stabiles Fundament sorgt, der Garant des Gemeinwesens ist. Aber was sind die Kosten der Mitte? Gibt es keine, wie man lange glauben machte?

2010

 

25. November 2010, Diskussion
"Generation Bund."
Zeitzeugengespräch über die Aufbaugenerationen der Bundeswehr

Veranstaltung aus Anlass der Publikation des Sammelbandes "Militärische Aufbaugenerationen der Bundeswehr 1955 bis 1970. Ausgewählte Biografien" herausgegeben im Auftrag des Militärgeschichtlichen Forschungsamts von Helmut R. Hammerich und Rudolf J. Schlaffer im R. Oldenbourg Verlag München.

 

26. Oktober 2010 bis 5. Juli 2011, Forschungskolloquium
"Kulturen des Rechts in Russland" und "Geschichten vom Ende der Sowjetunion"

 

April - Juni 2010
Vortragsreihe: Menschen ohne Papiere
Hamburger Beiträge zur Erforschung irregulärer Migration

Das eigene Heimatland verlassen zu können, ist ein Menschenrecht. In ein anderes Land ohne Erlaubnis einzureisen, gilt als Verbrechen. Mit hohem Aufwand versuchen Nationalstaaten unerwünschte Migration durch Grenzkontrollen zu verhindern. Dennoch leben laut Schätzungen allein in Europa bis zu 3,8 Millionen Menschen ohne Papiere. Irreguläre Migration ist ein politisch umkämpftes Thema, bei dem ordnungspolitische und menschenrechtliche Präferenzen im Widerstreit stehen. Seit der Veröffentlichung einer Studie zu "Menschen ohne Papiere" im letzten Jahr wird in Hamburg über Möglichkeiten eines angemessenen Umgangs mit irregulärer Migration ernsthaft diskutiert. Grund genug, Hamburger Sozialwissenschaftlerinnen zu präsentieren, die zu Aspekten irregulärer Migration forschen und publizieren. Die Reihe gibt einen Überblick über in Hamburg angesiedelte aktuelle Forschungsarbeiten zu irregulärer Migration, bietet die Möglichkeit zu Austausch und Vernetzung und möchte intellektuelle Impulse für eine sensible politische und akademische Debatte setzen.

 

21. April 2010

Dita Vogel: Irreguläre Migration - eine globale Herausforderung

28. April 2010

Marianne Pieper: Politiken illegalisierter Migrantinnen und Migranten

5. Mai 2010

Ursula Neumann: Kinder und Jugendliche ohne Papiere

19. Mai 2010

Kerrin-Sina Arfsten: Illegale Einwanderer: Feindbild an der US-mexikanischen Grenze

26. Mai 2010

Dirk Kohnert: Afrikanische Migranten vor der Festung Europa

2. Juni 2010

Norbert Cyrus: Grenzen und Alternativen der Migrationskontrolle

 

19. April 2010, Vortrag
Gerd Hankel: "Wenn du nicht sicher bist, töte". Die Stellung von Kombattanten, Nichtkombattanten und Zivilisten im Krieg

Welches sind die wichtigsten Bestimmungen des humanitären Völkerrechts, die eine "Entgrenzung" von kriegerischem Handeln verhindern können?

 

14. April 2010, Vortrag
Hans Peter Dreitzel: Über die Qualen der Einsamkeit und die Freuden des Alleinseins

Wie lässt sich die Dialektik von objektivem Alleinsein und subjektiven Einsamkeitsgefühlen als Folge des umfassenden Individualisierungsprozesses in modernen Gesellschaften verstehen?

 

18. Januar 2010, Diskussion
Bürgerliche Integration und gesellschaftlicher Ausschluss

Fragen über den Zusammenhang von bürgerlichen Inklusionsvorstellungen und gesellschaftlichen Exklusionspraktiken spitzen sich im Zeitalter postsäkularer Spannungen, migrantischer Mischungen und sozioökonomischer Verwerfungen zu.

 

3. November 2009 bis 6. Juli 2010, Forschungskolloquium
Transnationalität in der Geschichte Osteuropas. Fragen an ein Konzept

Das Kolloquium will Perspektiven einer europäischen und globalen Geschichtsschreibung nach dem Kalten Krieg konkretisieren.