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Vorträge und Diskussionen

Das Hamburger Institut lädt (häufig in Kooperation mit unterschiedlichen externen Partnern) in unregelmäßigen Abständen zur Vorträgen und Vortragsreihen ein, es veranstaltet Podiumsdiskussionen und Streitgespräche. Die aktuellen und vergangenen Veranstaltungen sind nach Jahren und Themen chronologisch archiviert.

2001

 

November - Dezember 2001
Vortragsreihe: Der Terror und seine Folgen

Der Anschlag vom 11. September hat in den westlichen Staaten nicht nur einen massiven Schock ausgelöst, sondern auch eine starke psychische Verunsicherung, deren Ende nicht abzusehen ist. So monströs die terroristische Tat gewesen ist, so vieldeutig und ungeklärt sind ihre Implikationen. Von den Attentätern, die sich selbst ausgelöscht haben, gibt es keinerlei Bekennerschreiben. Sie haben auch und nicht zuletzt eine Leerstelle im Kopf der Betrachter zurückgelassen. Seitdem drängt sich die Frage auf, worin eigentlich die Botschaft ihrer an Perfektion wie Perfidie kaum zu überbietenden Anschläge bestanden haben könnte. Nicht nur Staatsorgane haben sich auf die Spurensuche begeben.

Nur wenige Stunden nach den Mordanschlägen von New York, Washington und Pittsburgh ist in den Printmedien eine regelrechte Deutungsmaschinerie angeworfen worden. Es gibt – und das nicht nur im Westen – kaum einen prominenten Intellektuellen, der bislang noch nicht öffentlich Stellung bezogen hätte. Die Analysen, Spekulationen und Interpretationen haben inzwischen zwar kaum einen relevanten Punkt ausgelassen, dennoch aber die tiefsitzende Ratlosigkeit nicht nehmen können.

Wer mehr Licht in das Zustandekommen der Katastrophe bringen will, der darf das Phänomen der islamischen Selbstmordattentäter nicht außer Acht lassen. Aus dem Profil dieser Figur könnte ein besserer Zugang zu einem Konflikt gefunden werden, dem Züge eines unsichtbaren Krieges anhaften. In einer Reihe von Vorträgen sind Politik-, Sozial- und Kulturwissenschaftler gebeten worden, einzelne Aspekte wie den islamischen Terrorismus, den ihm innewohnenden Antiamerikanismus und die sicherheitspolitischen Konsequenzen von Anti-Terrorschlägen genauer unter die Lupe zu nehmen. 

 

7. November 2001

Christopher Daase: Zum Wandel der amerikanischen Anti-Terrorismus-Politik

14. November 2001

August Pradetto: Militärische Aktionen und sicherheitspolitische Konsequenzen

5. Dezember 2001

Micha Brumlik: Ursachenforschung als Schuldzuweisung – Deutsche Öffentlichkeit und islamischer Terrorismus

12. Dezember 2001

Gernot Rotter: Zum Phänomen der islamischen Selbstmordattentäter

 

11. Dezember 2001, Diskussion
Ankunft im Westen, Abschied von Bonn?– Zeitgeschichtsschreibung im Zeichen der Berliner Republik

 

12. November 2001, Vortrag
Stig Förster: Wege in den Totalen Krieg: Vom amerikanischen Bürgerkrieg bis Hiroshima

 

10. Oktober 2001, Vortrag
Ruth Bettina Birn: Umwidmung der Geschichte – Erinnern an den Holocaust im 21. Jahrhundert

 

28. August 2001, Vortrag
Roger Chickering: Der Zweite Weltkrieg als "totaler Krieg"

 

7. Juni 2001, Vortrag
Hannah Kottas, Beate Ziegler: "Weil Frauen sprachen..." Der Foca-Prozeß in Den Haag und seine Folgen für die Strafbarkeit sexueller Gewalt in Kriegen

 

1. März 2001, Diskussion
Das Problem der Generationen in der zeitgeschichtlichen Auseinandersetzung

 

7. Februar 2001, Vortrag
Regina M. Delacor: Geiselnahmen und Exekutionen. Die Eskalation des NS-Terrors im besetzten Frankreich 1941/1942

2000

 

3. Oktober 2000, Diskussion
Jud Süß und der deutsche Antisemitismus