Hamburger Edition

Buchpräsentation

9. 9. 2010, 19 Uhr, Gruner & Jahr - Haus

Andreas Elter
Bierzelt oder Blog. Politik im digitalen Zeitalter

Einführung und Moderation: Michael Stoessinger.

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Das Lächeln der Kantianerin

Eine Philosphin, die so schreibt, dass man es versteht? Und darüber hinaus noch glaubhaft versichert, mit den Maximen der Aufklärung die Welt verändern zu können? Die in Berlin lebende Amerikanerin Susan Neiman ist so eine Ausnahmeerscheinung

»In Großbritannien und den Vereinigten Staaten hat ›Moralische Klarheit‹ schon für Aufsehen gesorgt. Philosophisch geht es um die Wiederbelebung der Aufklärung im Sinne Immanuel Kants. Politisch geht es darum, den evangelikalen Christen und anderen konservativen Bewegungen die Deutungshoheit über Werte wie Moral, Idealismus und Heldentum zu entreißen. Mal liest sich das Buch wie eine Streitschrift, mal wie ein philosophischer Roman, mal wie eine essayistische Auslotung des Zeitgeists.«
Daniel Schreiber, Cicero

 

Unsere Vorschau auf das kommende Programm zum Blättern.

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Prinz-von-Asturien-Preis für Zygmunt Bauman

Wir gratulieren unserem Autor Zygmunt Bauman
zum Prinz-von-Asturien-Preis 2010

Zygmunt Bauman and Alain Touraine 2010
Prince of Asturias Award for Communication and Humanities


Aus der Jurybegründung:

»Der Soziologe Zygmunt Bauman, in Polen geborener britischer Staatsbürger, der an Universitäten in zahlreichen Ländern gelehrt hat, hat den sozialen Status des postmodernen Menschen in einer instabilen Welt mit sich ständig wandelnden Werten eingehend untersucht. Im Rahmen seiner maßgeblichen Analyse dieser Realität hat er den Begriff der ›flüssigen [flüchtigen] Moderne‹ geprägt und in seinem gleichnamigen Buch pointiert dargestellt. Diese zwei Repräsentanten [Zygmunt Bauman und Alain Touraine] der brillantesten intellektuellen Traditionen des europäischen Denkens haben, unabhängig von einander, einmalig wertvolle konzeptionelle Instrumente zum Verständnis der sich verändernden und beschleunigenden Welt, in der wir leben, geschaffen.«

 

»Die 1945 in der SBZ errichteten Speziallager entsprachen insoweit der Tradition des  ›roten Terrors‹. Die Entnazifizierung war Nebensache. Durchsetzung und Sicherung der zweiten Diktatur war entscheidend. Das Fazit, das Bettina Greiner zieht, überrascht daher nicht. Es steht auf der letzten Seite ihres geschichtspolitisch relevanten Buches: ›Bei aller gebotenen Abgrenzung zum Nationalsozialismus gibt es keinen Grund, die Speziallager nicht bei dem Namen zu nennen, der ihnen zusteht: Konzentrationslager‹.«
Karl Wilhelm Fricke, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Demokratie ist ein kostbares Gut. Dieses bedarf des Schutzes, aber auch aller kreativen, politischen und gesellschaftlichen Anstrengungen, um zeitgemäß zu bleiben. Das betont der Autor und verweist darauf, wie wichtig in der heutigen Zeit politische Streitkultur sei. [...] Ein Buch, das auf die aktuellen Vorgänge in Europa zugeschnitten ist, und diese nicht nur illustriert, sondern mitzugestalten sucht.«
Dorle Gelbhaar, Vorwärts

 

»Unerschöpflich scheint immer wieder die Reihe derer, die auf die eine oder andere Weise bei den Untaten des Dritten Reichs mitwirkten. Einen wesentlichen Beitrag zur angemessenen Einschätzung der Rolle von Frauen leistet die englische Historikerin Elizabeth Harvey mit ihrer Untersuchung über den spezifisch weiblichen Anteil an der nationalsozialistischen Germanisierungspolitik im besetzten Polen.[...] Das Ergebnis ist ein beeindruckendes (und ausgezeichnet übersetztes) Buch: eine Verbindung von detailgenauer Information und Sinn für Exemplarisches, prägnanten Bezeichnungen und anschaulichen Schilderungen sowie fairer und unbestechlicher Interpretation eigener Interviews.«
Rolf Wiggershaus, Frankfurter Rundschau