Jacques de Saint Victor

Die Antipolitischen

Aus dem Französischen von Michael Halfbrodt
130 Seiten
ISBN 978-3-86854-289-9
Erschienen März 2015

Mit einem Kommentar von Raymond Geuss

Zum Buch

»Das kleine Buch im Oktav-Format gehört zu dem Intelligentesten, das ich seit langem auf dem politischen Sektor gelesen habe.«
Richter ohne Robe

Politikverdrossenheit und Misstrauen gegenüber Politikern kennzeichnen zunehmend die westlichen Demokratien. Gewählt werden immer häufer Personen und Bewegungen, die sich als »antipolitisch« verstehen.

Saint Victor analysiert den Zusammenhang zwischen den antipolitischen Strömungen und den Forderungen nach direkter Demokratie mittels des Web 2.0. Was sind die Folgen, wenn das Vok unter Ausschaltung repräsentativer Instanzen über alle grundlegenden Entscheidungen online abstimmt?

»Antipolitik« ist ein Ausdruck der Krise unserer Demokratie, so Saint Victor. Was als - zumindest potentiell - fortschrittliche Antipolitik auftritt, ist eigentlich eine Entpolitisierung, die neue Unterdrückungsformen ermöglicht und fördert.

 

 

AutorIn/Hg.

Jacques de Saint Victor

Professor für Rechtsgeschichte und Politik an der Universität Paris VIII Vincennes-Saint-Denis sowie Gastprofessor an der Università degli Studi Roma Tre. Er arbeitete als Anwalt und als Journalist bei Figaro Économie und ist noch heute Kolumnist beim Figaro littéraire.

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Inhalt

Einleitung  9

Das Misstrauen ist keine »französische Besonderheit« mehr   17

Das Auftauchen der »neuen Subalternen«  31

»Die Welt verändern« ... für Google?  45

Das »Salander-Prinzip« oder der gefährliche Traum von der Transparenz  54

Den Enragés der direkten Demokratie  69

Bibliografie  93

Raymond Geuss - Republik, Markt, Demokratie  97

Zu den Autoren  111

Der Übersetzer  111

 

 

 
Originalausgabe Les antipolitiques: Paris: Éditions Grasset & Fasquelle