Wolfgang Kraushaar

Frankfurter Schule und Studentenbewegung (CD-ROM)

Von der Flaschenpost zum Molotowcocktail 1946 bis 1995

0 Seiten
ISBN 978-3-930908-92-9
Erschienen Oktober 2003

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Frankfurt am Main war neben West-Berlin das Zentrum der bundesdeutschen Studentenbewegung. Hier hatte nicht nur der Sozialistische Deutsche Studentenbund, der unbestrittene organisatorische Motor der 68er-Bewegung, sein Zentrum, sondern auch die international als Frankfurter Schule bekanntgewordene Gruppe sozialwissenschaftlicher Theoretiker ihren Stammsitz. Doch die freundschaftliche Lehrer-Schüler-Beziehung, die zunächst zwischen den 1949 aus dem US-amerikanischen Exil zurückgekehrten Sozialphilosophen Adorno und Horkheimer und den Studenten existierte, war seit Mitte der sechziger Jahre immer größeren Spannungen ausgesetzt, die 1969 schließlich zum offenen Konflikt führten: Institutsbesetzung, Polizeieinsatz, Vorlesungsstörung und Go-In lauteten die Stichworte. Die Ereignisse, die lange von einem Nebel an Gerüchten überlagert waren, sind hier erstmals im Detail rekonstruiert worden. Alle wichtigen Dokumente können in chronologischer Abfolge studiert werden. Zu einzelnen Aspekten des damaligen Geschehens liegen außerdem Kommentare vor, die es ermöglichen, verschiedene Gesichtspunkte weiter zu vertiefen. Damit existiert ein Kompendium, das nicht nur für die Wissenschaftsgeschichte, die Theorie- und Kulturpolitik von Bedeutung ist, sondern auch für die Geschichte der 68er-Bewegung und die politische Entwicklung der Bundesrepublik insgesamt.

Die CD-ROM Ausgabe bietet neben dem kompletten Text umfangreiche Suchfunktionen, ein Indexverzeichnis und die Möglichkeit zu eigenen Notizen.

"Ich habe ein theoretisches Denkmodell aufgestellt. Wie konnte ich ahnen, daß Leute es mit Molotow-Cocktails verwirklichen wollen."

(Theodor W. Adorno)

Systemanforderungen: PC mind. 200 MHz / 64 MB RAM, Empf. 350 MHz / 128 MB RAM; 800 x 600 Pixel; CD-ROM-Laufwerk MS Windows (95, 98, ME, NT, 2000, XP), Achtung: Nicht Windows-Vista und Windows 7

AutorIn/Hg.

Wolfgang Kraushaar

Dr. phil., Politikwissenschaftler am Hamburger Institut für Sozialforschung. Arbeitsschwerpunkt: Protestbewegungen in der Zeit des Kalten Krieges. Gastprofessuren an der Freien Universität in Berlin, an der Bejing Normal University und an der Eidgenössischen technischen Hochschule, Zürich

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