Nominiert für die Shortlist des Deutschen Wirtschaftsbuchpreises 2014


Der Preis wird vom Handelsblatt, der Frankfurter Buchmesse und der Investmentbank Goldman Sachs vergeben. Zu den Auswahlkriterien gehören neben innovativer Themensetzung auch Verständlichkeit und Lesbarkeit. Der Preis wird am 9. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse verliehen.

Weitere Informationen zum Preis finden Sie unter www.deutscher-wirtschaftsbuchpreis.de

Heinz Bude, »Gesellschaft der Angst« erscheint am
17. September.
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Tim B. Müller, »Nach dem Ersten Weltkrieg« in der FAZ

In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 15. August bezeichnet Hedwig Richter Tim B. Müllers »Nach dem Ersten Weltkrieg« als eine "Hymne auf die moderne Demokratie". Und sie schließt sich seiner Schlussfolgerung an, dass das Projekt Demokratie mit den Gedanken und Gefühlen der Bürger steht und fällt. Weshalb die intellektuellen Eliten und politischen Verantwortlichen diese für die Demokratie immer wieder aufs neue gewinnen müssten.

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Klaas Voß, »Washingtons Söldner« in der Süddeutschen Zeitung vom 12. August

Joseph Croitoru betont die Brisanz von »Washingtons Söldner. Verdeckte US-Interventionen im Kalten Krieg und ihre Folgen« angesichts des Konflikts in der Ukraine und des wiederaufflammenden Ost-West-Konfliktes. Denn auch in der Ukraine soll Gerüchten zufolge der Nachfolger der US-Söldner-Firma Blackwater aktiv sein.
Gerade vor diesem Hintergrund findet der Rezensent Klaas Voß' Untersuchung "material- und aufschlussreich."

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»Stalins Nomaden« auf der SZ/NDR-Sachbuchbestenliste

Robert Kindler, »Stalins Nomaden« wurde für den Monat August auf Platz 6 der SZ/NDR-Sachbuchbestenlisten gewählt.

Das Buch über Herrschaft und Hunger in Kasachstan ist im Frühjahr in der Reihe Studien zur Gewaltgeschichte des 20. Jahrhundert erschienen. Die Reihe wird von Jörg Baberowski, Bernd Greiner und Michael Wildt herausgegeben.

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Heinz Bude bei den Poetischen Quellen in Bad Oeynhausen / Löhne

Heinz Bude, dessen neues Buch »Gesellschaft der Angst« im September erscheint, diskutiert am Sonntag, den 31. August, 11.30 Uhr über Freiheit, Demokratie und ihre Lebensformen in unserer gesellschaftlichen Wirklichkeit. Das Sonntagsgespräch mit dem Titel »Abgehörte Gesellschaft - Überhörte Freiheit: Na, und?« findet im Rahmen des Literaturfestes »Poetische Quellen 2014« statt. Weitere Gesprächsteilnehmer sind Volker Gerhardt und Ernst-Wilhelm Händler. Es moderiert Jürgen Keimer.

Ort: AQUA MAGICA Landschafts- und Kulturpark, Bültestraße 50, 32584 Löhne; Naturbühne oder Literaturzelt

Weitere Information zu der Veranstaltung finden Sie hier.


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Lesung

»Boxästhet, Großmaul, schwarzer Rebell«

Jan Philipp Reemtsma über Muhammad Ali
Sonntag, den 14. September 2014
19 Uhr
Gruner + Jahr Pressehaus
Am Baumwall 11, Hamburg
Moderation: Dominik Wichmann

Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie hier.


Veranstaltung mit Sebastian J. Moser in Hamburg

Am Mittwoch, den 17. September, 19 Uhr, diskutieren der Soziologe Sebastian J. Moser und der Pfandsammler Torsten Meiners über »Pfandsammler - Menschen in der Großstadt«. Das Gespräch wird von Berthold Vogel moderiert.

Sebastian J. Moser hat im Frühjahr die vielbeachtete Studie »Pfandsammler. Erkundungen einer urbanen Sozialfigur« veröffentlicht.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und Hinz & Kunzt, Das Hamburger Straßenmagazin statt.

Ort: Hamburger Institut für Sozialforschung, Mittelweg 36, 20148 Hamburg.


Artikel von Bertold Vogel und Claudia Neu in der aktuellen Böll. Thema 2/2014

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift der Heinrich Böll Stiftung »Böll. Thema 2/2014« die den Schwerpunkt Generationenvertrag hat, fordert Claudia Neu "dem räumlichen Wandel ins Auge zu sehen". Und Bertold Vogel warnt vor "kurzschlüssigen Auswegen" bei der Bewältigung der Probleme, die durch den demografischen Wandel entstanden sind.
Sie können das Heft hier bei der Heinrich Böll Stiftung kostenlos herunterladen oder bestellen.

Bertold Vogel und Claudia Neu haben zusammen mit Jens Kersten das Buch »Demografie und Demokratie« veröffentlicht.


»Die fabelhaften Bekenntnisse des Genossen Alfred Kurella« in der Süddeutschen

In der Ausgabe der Süddeutschen Zeitung vom 23. Juli ist Jens Bisky begeistert von Martin Schaad, »Die fabelhaften Bekenntnisse des Genossen Alfred Kurella. Eine biografische Spurensuche«.

Er hebt Martin Schaads umfangreiche Recherchen hervor und seine Genauigkeit. Und er lobt das dramaturgische Geschick, mit dem er den Leser an seiner Spurensuche über das Leben Alfred Kurellas teilnehmen lässt.

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Interview mit Alexander Korb

Das Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung - L.I.S.A. - interviewt Alexander Korb anlässlich seiner aktuellen Studie zur kroatischen Ustaša-Bewegung. Der Titel »Im Schatten des Weltkriegs. Massengewalt der Ustaša gegen Serben, Juden und Roman in Kroatien 1941-1945« ist in der Reihe »Studien zur Gewaltgeschichte« erschienen.

Das gesamte Interview lesen Sie hier.

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»Studien zur Gewaltgeschichte«


Im Neuen Deutschland vom 20. Juni zeigt Wladislaw Hedeler wie Martin Schaad die Bekenntnisse des Genossen Alfred Kurella decodiert und es eine wahre Lesefreude ist, Schaad bei seiner Spurensuche zu folgen.

Neues Deutschland

Mehr Informationen zu Martin Schaad, »Die fabelhaften Bekenntnisse des Genossen Alfred Kurella« finden Sie hier.

 

 


Klaus Dörre zeigt in der aktuellen Ausgabe der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie (Heft 2, 66 - 2014) was für ein »scharfsichtiger Beobachter und intellektueller Stichwortgeber« Robert Castel in seinem Buch »Die Krise der Arbeit. Neue Unsicherheiten und die Zukunft des Individuums« doch war und ist.

Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie

Mehr Informationen zu Robert Castel, »Krise der Arbeit« finden Sie hier.


»Jede von außen kommende Erörterung der Vergangenheit wird als politisch motivierter Angriff gesehen«

Robert Kindlers Buch »Stalins Nomaden. Herrschaft und Hunger in Kasachstan« hat eine bemerkenswerte Debatte in russischen und kasachischen Onlinemedien entfacht.

Im Gespräch erläutert der Osteuropahistoriker, warum die Beschäftigung mit den stalinistischen Hungersnöte in Kasachstan manchen als Provokation gilt und wie sich die Probleme aber auch Chancen der ehemaligen Sowjetrepublik auf dem Hintergrund dieser erinnerungspolitischen Debatten darstellen.

Lesen Sie unser Autorengespräch mit Robert Kindler hier.

Lesen Sie unser Autorengespräch mit Robert Kindler hier.

Am 31. Mai gedenkt man in Kasachstan der Opfer der politischen Repression und der Massenhungersnot der 1930er Jahre. Insbesondere die Hungersnot in Kasachstan ist in Europa kaum bekannt. Warum sollten wir uns dafür interessieren?

Der Hunger in der Sowjetunion in den Jahren 1932/33 war eine große, prägende Katastrophe des 20. Jahrhunderts. Deren schrecklichster Teil war wohl die Hungersnot in Kasachstan und dennoch hat sie bislang kaum Beachtung gefunden. Doch um das gesamtsowjetische Desaster angemessen zu verstehen, muss man sich nicht nur mit dem ukrainischen »Holodomor« befassen, sondern eben auch mit Kasachstan. Dabei wird deutlich, dass die These vom Hunger als Genozid kaum haltbar ist. Und man begreift, wie die Bolschewiki den Hunger zur Durchsetzung ihrer Herrschaft nutzten und die kasachischen Nomaden unterwarfen.

Um Ihr Buch »Stalins Nomaden. Herrschaft und Hunger in Kasachstan« hat sich eine bemerkenswerte Debatte in russischen und kasachischen Onlinemedien entspannt. Warum?
Neben wenigen positiven Stimmen dominieren Hinweise darauf, dass man als Deutscher sich vor allem um die »eigenen« Toten – also die Opfer des Nationalsozialismus – kümmern solle. Dass Ausländer sich mit Kasachstan beschäftigen, bewerten selbst einige Historiker als Einmischung in ihre inneren Angelegenheiten. Besonders interessant ist aber eine andere Reaktion: Es sei kein Zufall, dass gerade in der gegenwärtigen politischen Situation in der Ukraine »im Westen« über den Hunger in Kasachstan geschrieben werde. Es handele sich offensichtlich um den Versuch, ein sensibles historisches Thema zu »politisieren«.

Was ist mit »Politisierung« gemeint?
Darüber schreibt u.a. der Autor eines Beitrags in einer russischen Onlinezeitung – Überschrift »Ukrainisches Szenario für Kasachstan? In europäischen Medien wird die kasachische ›Hungersnot‹ zunehmend zum Thema«. Seine Behauptung: Über den Hunger werde berichtet (etwa in der Zeitung »Die Welt«), um Unruhe zu stiften und die Verhältnisse wie in der Ukraine zu destabilisieren. Dort habe die von außen forcierte Thematisierung des »Holodomor« wesentlich zur politischen Zuspitzung beigetragen. Der Autor zieht eine direkte Linie zwischen den geschichtspolitischen Debatten um die »Holodomor« und den Ereignissen auf dem Kiewer Maidan. Zugespitzt lautet die These: Wenn »im Westen« von den Hungersnöten die Rede ist, sind Demonstrationen und Unruhen nicht fern. In Kasachstan, so viele Kommentare, werde man auf derartige »Provokationen« nicht hereinfallen. Das zeigt, wie tief verwurzelt antiwestliche Ressentiments in Teilen der russischen und wohl der kasachischen Öffentlichkeit sind: Jede von außen kommende Erörterung der Vergangenheit wird als politisch motivierter Angriff gesehen.

Welche anderen Reaktionen gab es von Lesern dieser kasachischen und russischen Medien?
In den Kommentarspalten verschiedener Websites wurden nicht nur teils absurde Attacken auf mein Buch und die angebliche Einflussnahme »des Westens« geritten, es waren auch nationalistische oder gar rassistische Äußerungen von Russen gegen Kasachen und umgekehrt zu lesen. Wenn allein die Erwähnung des Hungers solche Reaktionen innerhalb der multiethnischen Gesellschaft Kasachstans hervorruft, dann ist die eigentliche Frage, welche Verwerfungen im Innern noch verborgen sind. Vor allem auf kasachischen Websites gab es noch eine dritte Gruppe von Reaktionen: Viele Menschen haben aufgeschrieben, was sie über den Hunger von ihren Eltern und Großeltern erfahren hatten. Daraus haben sich unter den Nutzern teils sehr engagierte Diskussionen über ihre eigene Geschichte ergeben.

Welche Rolle spielt der Genozidbegriff in derartigen Debatten?
Ob Stalin den Hunger als Mittel zur geplanten Vernichtung ganzer Völker einsetzte ist eine Kernfrage: Je nach Antwort wird man einem Lager zugeschlagen. Es geht dabei weniger um die Geschichte, als um heutige politische Debatten. In der Ukraine ebenso wie in Kasachstan stehen auf der einen Seite jene, die aus der angeblichen Vernichtungsabsicht des Regimes so etwas wie einen Opfermythos einer unterdrückten Nation, einer Gemeinschaft der Überlebenden, ableiten. Damit ist meist eine tendenziell antirussische Haltung verbunden. Wer im Hunger keinen Genozid erkennt, nimmt eher eine prorussische Haltung ein. Schon der Begriff löst erbitterte Debatten aus. Übrigens wird an dieser Frage deutlich, dass die meisten Diskutanten mein Buch offenkundig gar nicht gelesen haben. Denn auch wenn manche Berichte etwas anderes suggerieren, habe ich Stalin keine genozidalen Absichten unterstellt.


Lesen Sie das gesamte Gespräch mit Robert Kindler in unserer Rubrik Autoreninterviews.


Unser Autor Klaus Naumann, u. a. Der blinde Spiegel. Deutschland im afghanischen Transformationskrieg, wurde in den 14. Beirat für Fragen der Inneren Führung des Bundesministeriums der Verteidigung berufen.

»Der Beirat wurde 1958 eingerichtet und ist ein unabhängiges persönliches Beratungsorgan, das die Bundesministerin der Verteidigung in Fragen der Inneren Führung durch gutachterliche Stellungnahmen und Empfehlungen berät.
Er setzt sich aus Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zusammen - vor allem aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Erziehungswesen sowie der Kirchen, Gewerkschaften, Verbände und Medien.«
bundeswehr.de


»Sind wir in der Soziologie heute nicht stärker denn je gefordert, Gesellschaft vom Recht her zu denken?«

Diese Frage diskutiert unser Autor Berthold Vogel im Blog der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Bis Ende Juni 2014 schreibt der Soziologe regelmäßig im SozBlog — und antwortet auch auf Kommentare. Er ist Autor resp. Ko-Autor der Bücher »Die Staatsbedürftigkeit der Gesellschaft«, »Wohlstandskonflikte« und »Demografie und Demokratie« in der Hamburger Edition.


In unserem Autorengespräch erklärt der Soziologe Janosch Schobin u.a., wie er zum Thema seines Buches »Freundschaft und Fürsorge. Bericht über eine Sozialform im Wandel« kam, welche Rolle die persönliche Pflege innerhalb von Freundschaften gegenwärtig spielt und wo es noch Forschungsbedarf gibt.

Klicken Sie hier, um das Gespräch zu lesen.

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Woher kam die Idee, Freundschaft soziologisch zu untersuchen?
Die Idee kam mir auf der Universität. Ich hatte geglaubt zu beobachten, dass sich am Ende des Studiums immer häufiger Freundespaare zusammentun, um etwas zu unternehmen: eine Firma gründen, gemeinsam ins Ausland ziehen oder Ähnliches. Das entsprach nicht dem Bild, das ich vom Normallebensverlauf im Studium erworben hatte. Die ursprüngliche Beobachtung hat sich so nicht bestätigt, aber daraus wurde das Projekt zun Freundschaft und Fürsorge.

Sind Freundschaften heute wichtiger als Ehen oder Partnerschaften – oder werden sie es in Zukunft?
Für einen einstelligen Prozentsatz der in Deutschland Lebenden sind sie es schon heute. Und das wird vermutlich in der Tendenz zunehmen, weil die Verwandtschaftsnetzwerke auf Grund des demographischen Wandels dünner werden.

Können Sie sich vorstellen, sich von Ihrem besten Freund im Krankheitsfall pflegen zu lassen? Oder bitten Sie ihn nur um Hilfe beim Umzug oder bei der Renovierung?
Ich bin noch relativ jung und vergleichsweise gesund. Im vollen Ernst habe ich mir diese Frage, wenn ich ganz ehrlich bin, selbst noch nicht gestellt. Dafür habe ich andere gefragt. Leibesbezogene Pflege durch Freunde scheint vielen Menschen, auch älteren, Kopfschmerzen zu bereiten. Überhaupt ist die Vorstellung, gepflegt zu werden, den meisten nicht sehr angenehm. Wenn man sich das vorstellt, dann lieber als jemand, der Herr der Lage bleibt, und das heißt oft, als jemand, der Personal kommandiert. Das spiegelt sich auch in den Statistiken wieder. Leibesbezogene Pflege durch Freunde ist sehr selten. Es ist schwierig Menschen zu finden, die man dazu interviewen kann.

Nach Abschluss Ihres Buches – bei welchen Fragen zum Thema Freundschaft würden Sie sich wünschen, dass andere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sie nun weiter erforschen?
Es gibt eine Reihe spannender Fragen. Völlig ungeklärt ist etwa wie sehr die Entstehung, Entwicklung und Fortdauer von Freundschaften von Familiennetzwerken, Partnerschaften und anderen Beziehungen abhängt. Es ist gut möglich, dass es mit der Freundschaft wie mit bestimmten Pflanzen ist: Sie gedeihen nur in einem bestimmten Ökosystem. Eine weitere spannende Frage wären seltene Freundschaftstypen: Freundschaften mit einer sexuellen Komponente etwa oder Freundschaften zwischen sozial sehr ungleichen Personen. Solche Beziehungen werden von der Soziologie bisher vernachlässigt. Und auch die Frage der leibesbezogenen Pflege halte ich nicht für abschließend geklärt: ein Projekt, das ich für sehr lohnenswert halte.

In Ihrem neuen Forschungsprojekt befassen Sie sich mit der Einsamkeit. Ergab sich das quasi zwangsläufig aus der Beschäftigung mit Freundschaft?
Nicht zwangsläufig, aber es lag doch nahe. Wenn man sich soziologisch mit sozialen Nahbeziehungen befasst, bemerkt man schnell, wie dünn das soziale Netz vieler Menschen heute ist. José de Ortega y Gasset hat einmal gesagt, wenn man seine Mitmenschen verstehen wolle, müsse man sie wie Schiffbrüchige betrachten. Ich denke, da ist insofern etwas dran, als die Frage, wer mich eigentlich braucht, heute viel wichtiger geworden ist, als die umgekehrte, nämlich, was mir jemanden nützt.


»...woran Demokratien kaputtgehen können und worauf ihre Politiker achten sollten«

In einem Gespräch mit dem Journalisten Linus Schöpfer von der Schweizer Zeitung »Tagesanzeiger« erläutert der Historiker Tim B. Müller Erkenntnisse aus seinem neuen Buch, »Nach dem Ersten Weltkrieg. Lebensversuche moderner Demokratien«, die nicht nur für die Zwischenkriegszeit, sondern auch für heutige Demokratien relevant sind.

»Eine 100-prozentige Stabilität gibt es aber auch für diese Demokratien nicht, die Sensibilisierung der Bürger für die demokratischen Institutionen, Rechte und Pflichten ist vielmehr eine nie endende Aufgabe.«