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Europäische Expansion damals und heute

Heutige Einsätze westlicher Streitkräfte stehen in einer langen Tradition transkultureller Konflikte. Dierk Walter untersucht erstmals die Logik organisierter Gewalt als Mittel der europäischen Expansion.

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Polizeigewalt in der USA

die Hintergründe zu der aktuellen Debatte

 

Silvan Niedermeier
Rassismus und Bürgerrechte
Polizeifolter in der USA 1930-1955

 

 

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Veranstaltungen

Am 2. März beginnt die neue Reihe der InstitutsMontage mit einem Vortrag von Jan Philipp Reemtsma zu "Ende als Unfähigkeit zum Anfang. Einige literarische Konstruktionen von 1945."

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Leipziger Buchmesse 2015

Auch in diesem Jahr sind wir wieder auf der Leipziger Buchmesse vertreten. Am Gemeinschaftsstand der Brockhaus Commission in Halle 3, F 300 können Sie in unseren Neuerscheinungen blättern.

Am Samstag, den 14. März um 15.30 Uhr liest Claudia Weber im Rahmen von Leipzig liest aus »Krieg der Täter. Die Massenerschiessungen von Katyń« im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig. Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie hier.

Wir freuen uns auf Sie.


Unsere Neuerscheinungen Frühjahr 2015 sind jetzt lieferbar


Ausstellung »Der Grosse Terror« von Tomasz Kizny

Vom 6. März bis 19. April zeigt das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Potsdam, die Sonderausstellung »Der Grosse Terror 1937 - 1938 in der Sowjetunion«, eine fotografische Dokumentation des polnischen Fotografen und Journalisten Tomas Kizny. Er hat in Geheimarchiven Fotos der Opfer Stalins geborgen und die Orte von Massengräbern ausfindig gemacht und fotografiert. Die daraus entstandene Fotoausstellung ist erstmals in Deutschland zu sehen.

In der Hamburger Edition hat Tomasz Kiszy den Bildband »Gulag« veröffentlicht, der in 450 zeitgenössischen Aufnahmen das Leben in den sowjetischen Konzentrationslagern dokumentiert.

Weitere Informationen zu der Ausstellung finden Sie hier.

Mehr zu Tomasz Kizny, »Gulag«


Tagung zum Kalten Krieg mit unseren Autoren Bernd Greiner und Klaas Voß

Vom 26. bis 27. Februar findet in Berlin die wissenschaftliche Tagung »Krieg der Welten« zur Geschichte des Kalten Krieges statt. Mit auf dem Podium sind Bernd Greiner und Klaas Voß, Herausgeber der Reihe »Studien zum Kalten Krieg« und Wissenschaftler am Hamburger Institut für Sozialforschung.

Weitere Informationen zu der Tagung samt Programm finden Sie hier.

Mehr zu den »Studien zum Kalten Krieg«


Essay von Wolfgang Kraushaar über den IS-Terror

Der Politikwissenschaftler Wolfgang Kraushaar, Forscher am Hamburger Institut für Sozialforschung, kritisiert in seinem Essay »Radikale Auslöschung« auf perlentaucher.de die von Olivier Roy gezogene Parallele zwischen dem RAF-Terrorismus und dem Islamischen Staat. Er argumentiert und plädiert für eine Schärfung der Begrifflichkeiten und kommt zu dem Schluss, dass es sich im Fall des IS um extermistischen Terrorismus handelt, der im Gegensatz zu dem Terrorismus der RAF in erster Linie auf eine radikale Auslöschung des Gegners abzielt.

Den vollständigen Essay können Sie hier auf perlentaucher.de lesen.

Wolfgang Kraushaar in der Hamburger Edition


Große Besprechung in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Die Studien der Soziologen Friederike Bahl und Philipp Staab »Lebensmodelle in der Dienstleistungsgesellschaft« und »Macht und Herrschaft in der Servicewelt« werden in der Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 12. Februar hoch gelobt. Sie lesen sich wie Reportagen Günter Wallraffs, schreibt Morten Freidel und ist bestürzt über die erschreckende Realität, die Bahl und Staab schildern. Zumal diese aufgrund der Natur der Dienstleistung für Außenstehende kaum sichtbar ist, denn die Arbeit der Putzfrau oder des Postboten fällt erst dann auf, wenn sie nicht erfolgt, das Büro ungeputz bleibt und Briefe nicht zugestellt werden.

Mehr zu Friederike Bahl, »Lebensmodelle in der Dienstleistungsgesellschaft«

Mehr zu Philipp Staab, »Macht und Herrschaft in der Servicewelt«

Beide Studien sind aus dem Forschungsprojekt »Das Dienstleistungsproletariat« am Hamburger Institut für Sozialforschung hervorgegangen.


Zygmunt Bauman über die Situation Europas

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Lettre International analysiert der Soziologe und Autor der Hamburger Edition Zygmunt Bauman die Situation Europas zwischen Renationalisierung und Globalisierung. Viele der aktuellen Krisen entstehen seiner Meinung nach aus länderübergreifenden Problemen, die aber aufgrund der territorial gebundenen Machtbefugnisse kaum zu lösen sind. Die Europäische Union könnte hier eine Brücke schlagen und Labor sein, für »den mühsamen Sprung von den »imaginierten Gesamtheiten« der Nationalstaaten zur »imaginierten Gesamtheit« der Menschheit.

Mehr zu Zygmunt Bauman


Unsere Bücher in anderen Sprachen - aktuelle Übersetzungen


Leuchttürme und Landesverteidigung, Stadtwerke und Sozialdienste

Unser Autor Berthold Vogel, Vorsitzender der Fachkommission »Öffentliche Güter« der Heinrich Böll Stiftung, stellt am 2. Februar den Bericht dieser Kommission in Berlin vor.
Berthold Vogel, als Soziologe unter anderem am Hamburger Institut für Sozialforschung tätig, betont die Bedeutung öffentlicher Güter für »die Lebensqualität einer Gesellschaft« – gerade in Zeiten demografischen Wandels und ökonomischer Zwänge. In dem Bericht formuliert das sechsköpfige Gremium »zehn Leitlinien für eine neue Politik der öffentlichen Güter«. Weitere Kommissionsmitglieder sind Claudia Neu und Jens Kersten, die gemeinsam mit Berthold Vogel das Buch »Demografie und Demokratie« in der Hamburger Edition veröffentlichten.

Weitere Informationen zu dem Bericht finden Sie hier.

Wir fragen Berthold Vogel zu den Ergebnissen der Kommissionsarbeit.

»Öffentliche Güter« – Was bedeutet das genau und warum sind sie wichtig?
Öffentliche Güter sind Güter und Dienste, auf die alle Bürgerinnen und Bürger zugreifen können, ja auf die sie existenziell angewiesen sind. Es geht um sauberes Wasser und leistungsfähige Energienetze, um allgemeine medizinische Versorgung und Beratung, es geht aber auch um eine nicht-korrupte Verwaltung und eine allen zugängliche Gerichtsbarkeit. Öffentliche Güter sind Voraussetzung einer funktionsfähigen Demokratie, denn sie ermöglichen Zusammenhalt und Teilhabe.

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Fordert die Kommission einfach den Erhalt der öffentlichen Finanzierung von Schwimmbädern, Kitas und Kultureinrichtungen?

Schwimmbäder und Kultureinrichtungen werden auch künftig nicht ohne öffentliche Finanzierung auskommen, wenn sie allen zugänglich bleiben sollen. Und das wünscht die Kommission. Aber wir sind auch nicht blauäugig und sehen durchaus die erheblichen Finanzprobleme der Städte und Gemeinden. Daher betonen wir, dass öffentliche Güter Hybride sind und auch sein müssen. Genossenschaften, Vereine, Nachbarschaftsaktivitäten – diese Initiativen sind ebenso wichtig. Es entstehen interessante neue Kombinationen, wenn öffentliche Hand und bürgerschaftliches Engagement zusammen wirken. Das ist heute oft schon der Fall, nicht zum Schlechtesten für Bürgerinnen und Bürger.

Warum geht es Ihrer Meinung nach dabei auch um Arbeitspolitik?
Öffentliche Güter sind nicht einfach nur da, sie müssen täglich aufs Neue hergestellt werden. Dazu braucht es Personal, Menschen, die erziehen, versorgen, beraten, planen, sichern. Öffentliche Güter haben ein Gesicht, eine professionelle Seite. Damit öffentliche Güter Integration fördern, darf es uns nicht egal sein, wer sie unter welchen Bedingungen herstellt. Ist Leiharbeit oder Werkvertrag hier der richtige Weg? Wir meinen, dass Leistungsqualität etwas mit einem förderlichen Arbeitsumfeld zu tun hat.

Welche der zehn Leitlinien der Kommission liegt Ihnen persönlich besonders am Herzen?
Wenn ich wählen muss, dann wohl die letzte: wir müssen die öffentlichen Güter als Zukunftsressource begreifen. Öffentliche Güter haben eine konservierende, eine Sicherheit und Rückhalt gebende Seite. Aber sie sind auch unser Kapital, wenn wir angesichts wirtschaftlicher Ungleichheit, einer alternden Gesellschaft und anhaltender Zuwanderung die Zukunft innovativ gestalten wollen. Sie nicht zu pflegen wäre fahrlässig, mit Blick auf die Qualität einer demokratischen Gesellschaft, die für alle da ist.

Wo muss der Staat handeln, wo und wie sind wir als Bürgerinnen und Bürger gefragt?
Bürgerschaft und Staat, das ist keine Alternative. Ein aktiver Staat sorgt für aktive Bürgerinnen und Bürger – und umgekehrt. Nur dort, wo sich die Bürgerschaft engagiert, kann sich auch ein öffentliches Gemeinwesen, eben der Staat entfalten. Öffentliche Güter brauchen den Staat, materiell und rechtlich. Aber sie brauchen auch Bürger – gerade auch dafür soll unser Bericht das politische Bewusstsein wecken. Öffentliche Güter sind keine Selbstverständlichkeit.


Symposium in Frankfurt mit Friederike Bahl und Sebastian J. Moser

»Ausgeschlossen. Berichte von verdeckten Wirklichkeiten« lautet der Titel des Symposiums in Frankfurt, das das dortige Institut für Sozialforschung am 30. und 31. Januar im Rahmen des Festivals Frankfurter Positionen veranstaltet. Gehalten werden eine Reihe kurzer Vorträge, die sich mit den Ausgeschlossenen in unserer Gesellschaft beschäftigen. Mit dabei sind die beiden Soziolog_innen und Autor_innen Friederike Bahl und Sebastian J. Moser, neben einem Fallanalytiker des BKA, einem Psychologen, einer Philosophin, einer investigativen Journalistin und anderen.

Hier finden Sie das Programm zum Download

Mehr zu Friederike Bahl, »Lebensmodelle in der Dienstleistungsgesellschaft«

Mehr zu Sebastian J. Moser, »Pfandsammler«


Der Soziologe Heinz Bude über die Ängste von Pegida

Welche latenten Ängste beschäftigen die Deutschen und speziell die Anhänger von Pegida? Dazu äußert sich der Soziologe und Autor Heinz Bude aktuell in zwei Interviews in der ZEIT und der Badischen Zeitung. Seiner Ansicht nach werden die Pegida-Anhänger von der Angst vor einem sozialen Abstieg getrieben, sie haben das Gefühl hinter ihren Möglichkeiten zu bleiben und sehen sich in einer Konkurrenz zu den qualifizierten Einwanderern, die von der Politik gewünscht werden. Heinz Bude betrachtet es als Aufgabe aller, diese sozialen Ängste zu lösen. 

Mehr zu Heinz Bude

Mehr über sein Buch »Gesellschaft der Angst«


Heinz Bude in Hamburg

Interview im Hamburger Abendblatt

Aufgrund der Anschläge in Paris hat das Thema Angst in der Gesellschaft wieder an Aktualität gewonnen. Heinz Bude spricht sich in seinem Buch und dem Interview im Hamburger Abendblatt dafür aus, Angst mit Hoffnung zu begegnen und meint: »Eine Gesellschaft braucht Brücken zwischen Menschen, denen es unterschiedlich gut geht.«

Mehr zu Heinz Bude, Gesellschaft der Angst

Buchpräsentation »Gesellschaft der Angst«

Donnerstag, 12. Februar 2015, 18 Uhr
ZBW - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Wirtschaftsdienst - Zeitschrift für Wirtschaftspolitik und dem Hamburger Institut für Sozialforschung statt.

Zur Anmeldung und weiteren Informationen gelangen Sie hier.


Janosch Schobin zum Spiegel-Titelthema »Beste Freunde«

Können Freunde das leisten, was bislang Aufgabe der Familie und der Kirche war, nämlich Menschen in Krisen- und Notsituationen auffangen? Auch wenn Freundschaft rein auf Freiwilligkeit basiert und von keinem Gesetz und keiner Tradition geregelt wird?
Dieser Frage geht der Spiegel nach und hat unter anderen dazu den Soziologen Janosch Schobin interviewt, der durchaus eine Verfreundschaftlichung der Gesellschaft sieht. Seine Studie zu diesem Thema ist 2013 bei uns erschienen.

Mehr zu Janosch Schobin, »Freundschaft und Fürsorge«


Gratulation zur Professur

Unsere Autorin Claudia Weber ist die neue Inhaberin der Professur für Europäische Zeitgeschichte an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder).

Die Professur konzentriert sich auf die neuere osteuropäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts unter besonderer Berücksichtigung der Zeitgeschichte.

Wir gratulieren und freuen uns auf Prof. Dr. Claudia Webers neues Buch »Krieg der Täter. Die Massenerschießungen von Katýn«, das im kommenden Frühjahr erscheinen wird. Es ist aus dem Forschungsprojekt »Communicating Murder« am HIS hervorgegangen.


Polizeigewalt in den USA - die Hintergründe

Die Proteste und Ausschreitungen in Ferguson und anderen Orten der USA sind die jüngsten in einer Reihe von Konflikten zwischen Weißen und Afro-Amerikanern hinsichtlich rassistisch motivierter Polizeigewalt.

Wer mehr über die Geschichte und Hintergründe erfahren möchte, findet in diesen Büchern detaillierte Informationen:
Silvan Niedermeier, Rassismus und Bürgerrechte im Süden der USA 1930 - 1955
Manfred Berg, Lynchjustiz in den USA
Norbert Finzsch / J. O. und L. E. Horton, Von Benin nach Baltimore


RAF - Terroristische Gewalt - Ausstellung in Berlin

(c) Karin König

Vom 21. November 2014 bis 8. März 2015 zeigt das Deutsche Historische Museum in Berlin die Ausstellung »RAF - Terroristische Gewalt«.
Zu sehen sind bislang unveröffentlichte Filmausschnitte, Fotografien, Flugblätter und vieles mehr, das den Umgang von Bürgern und Politikern mit der terroristischen Gewalt der RAF dokumentiert. Weiter Informationen zu der Ausstellung finden Sie hier.

Mit folgenden Titel von Wolfgang Kraushaar können Sie sich weiter in das Thema vertiefen:
Die RAF und der linke Terrorismus
Verena Becker und der Verfassungsschutz
Kraushaar / Reemtsma / Wieland, Rudi Dutschke, Andreas Baader und die RAF