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Pierre Rosanvallon - ausgezeichnet mit dem Bielefelder Wissenschaftspreis 2016 - über »Die gute Regierung«

Mit seinem neuen Buch »Die gute Regierung« schließt Pierre Rosanvallon, einer der international renommiertesten Forscher zur Demokratiegeschichte, seine Werkreihe über den Strukturwandel zeitgenössischer Demokratien ab. Anschließend an seine Betrachtung von Demokratie als politisches System (»Demokratische Legitimität«, 2011) und als Gesellschaftsform (»Die Gesellschaft der Gleichen«, 2013) fordert er nicht weniger als eine demokratische Revolution.
2016 wurde Pierre Rosanvallon für seine Forschung mit dem Bielefelder Wissenschaftspreis ausgezeichnet.

Lesen Sie unser Gespräch mit Pierre Rosanvallon (hier klicken)

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In Ihrem Buch betrachten Sie die Demokratie als Regierungsform. Ein zentraler Begriff in diesem Kontext ist der des Schlechtregierens. Was verstehen Sie darunter?
Schlechtregieren heißt, Handlungs- und Entscheidungsgrundsätzen zu folgen, die keinen demokratischen Charakter haben. Heißt, ohne Absprache, ohne Anhörung der Bürgerinnen und Bürger, ohne Durchführung einer sachkundigen öffentlichen Debatte zu entscheiden. Heißt handeln, ohne Rechenschaft abzulegen, ohne Verantwortung zu übernehmen. Es heißt auch, Institutionen auf intransparente Weise agieren zu lassen.

Dieses Schlechtregieren geht von einer Demokratie aus, die sich auf die bloße Legitimation durch Wahlen beschränkt. Aber eine solche Genehmigungsdemokratie, die eine »Lizenz zum Regieren« erteilt, erweist sich als verkürzt, wenn sie nicht durch eine Betätigungsdemokratie ergänzt wird, die auf Verhaltens- und Vorgehensregeln der Staatsgewalten beruht.

Die Wahlen bildeten den organisatorischen Mittelpunkt der Demokratien. Doch das reicht heute nicht mehr, angesichts des Erstarkens der Exekutive, verbunden mit dem Erfordernis, permanent auf Ereignisse zu reagieren und sich ihnen anzupassen, will man ein Land führen.

Sehen Sie darin eine Gefahr für die europäischen Demokratien?
Die Reduzierung der Demokratie auf die Legitimation durch Wahlen führt heute zur Entstehung dessen, was eigentlich ein Widerspruch in sich sein sollte, nämlich »autoritären Demokratien«. Während die Demokratie als Verfahren mit der Zunahme freier Wahlen weltweit voranschreitet, befindet sich die Demokratie als Eigenschaft der Macht auf dem Rückzug. Das wird z. B. durch Russland und die Türkei auf drastische Weise veranschaulicht. Und auch Europa ist davon mittlerweile direkt betroffen.

Diese Regression wird häufig mit dem Bekenntnis zur Notwendigkeit eines starken Staates gerechtfertigt (das mit der Glorifizierung einer ausgrenzenden Identität einhergeht). Sowie mit der populistischen Anmaßung, das Land zu verkörpern und dadurch das Repräsentationsdefizit zu beheben, das der zweite Schwachpunkt der heutigen Demokratien ist. Es ist also essentiell, heute eine Vorstellung von Demokratie zu verteidigen, die von der Art der Beziehung zwischen Regierten und Regierenden her gedacht wird.

Was sind für Sie die ersten entscheidenden Schritte auf dem Weg zu einer Betätigungsdemokratie? 
Eine Betätigungsdemokratie, und das heißt auch, eine permanente Demokratie zur Absicherung der punktuellen Wahldemokratie, muss auf der Definition klarer Transparenzregeln in Bezug auf Rechenschaftspflicht, Verantwortungswahrnahme, Kontrolle, Reaktivität oder Bürgerkonsultation basieren. In diesem Bereich ist eine neue Generation von Institutionen und Praktiken zu erfinden, um eine zweite große demokratische Revolution zu vollbringen.


Wieder lieferbar! - Zygmunt Baumans Standardwerke

Zwei Standardwerke des renommierten Soziologen Zygmunt Bauman sind endlich wieder lieferbar.

»Moderne und Ambivalenz«: Baumans wichtiger Beitrag zur aktuellen Diskussion über Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus.

»Flüchtige Zeiten«: Über das Leben in und mit der Ungewissheit.


Verleihung des Hannah-Arendt-Preises an Christian Teichmann in Bremen

Am Freitag, den 2. Dezember um 18 Uhr erhält unser Autor Christian Teichmann den Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken 2016. Die Preisverleihung findet im Rathaus Bremen, in der Oberen Rathaushalle statt.

Am Samstag, den 3. Dezember um 11 Uhr schließt sich ein Kolloquium zu dem Thema »Gesichter der totalen Herrschaft« im Institut Français, Contrescarpe 19 an.

Die Heinrich-Böll-Stiftung lädt Sie herzlich dazu ein. Weitere Informationen samt Anmeldungsformular finden Sie hier.

Mehr zu Christian Teichmann, »Macht der Unordnung«


Svenja Bethke erhält den Irma Rosenberg-Preis der Universität Wien

Am 18. November wird Svenja Bethke und ihre Studie »Tanz auf Messers Schneide« mit dem Irma Rosenberg-Preis für die Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus ausgezeichnet. 

Die Universität Wien würdigt mit dem Preis hervorragende, wissenschaftliche Veröffentlichungen, die sich mit der Verfolgung durch das NS-Regime und Strategien des Widerstands auseinandersetzen.
Wir gratulieren unserer Autorin.

Weitere Informationen zu dem Preis finden Sie hier.

Mehr zu Svenja Bethke, »Tanz auf Messers Schneide«


Historisches Buch über Polizeigewalt in den USA erhält Übersetzungsförderung Geisteswissenschaften International

Silvan Niedermeiers »Rassismus und Bürgerrechte. Polizeifolter im Süden der USA 1930 - 1955« ist eines der Bücher, die in diesem Herbst die Auszeichnung Geisteswissenschaften International erhalten. Damit wird die Übersetzung des Buchs ins Englische finanziert. Die englischsprachige Ausgabe wird 2018 im Verlag University of North Carolina Press erscheinen.

Niedermeier, Historiker an der Universität Erfurt, hat ein bisher wenig beachtetes Kapitel der Gewalt gegen Afroamerikaner in den USA untersucht: die Folterung von afroamerikanischen Häftlingen und Tatverdächtigen in Gefängnissen und Polizeirevieren. Er schildert aber auch, was Bürgerrechtsorganisationen – vor allem die NAACP – und die US-Bundesbehörden unternommen haben, um diese Praktiken zu beenden.

Mehr zu Silvan Niedermeier, »Rassismus und Bürrgerrechte«

Die Liste aller im Herbst ausgewählten Titel und weitere Informationen zum Programm Geisteswissenschaften International finden Sie hier.


Begeisterte Rezension in der aktuellen ZEIT

Louisa Reichstetter lobt Philipp Staabs »Falsche Versprechen«, weil seine »Diagnose der digitalen Welt« verständlich ist, verdichtet und verknappt. Und Philipp Staab passend zum Gegenstand für den Augenblick denkt.
ZEIT LITERATUR zur Frankfurter Buchmesse

Mehr zu Philipp Staab, »Falsche Versprechen«

Lesen Sie unser Gespräch mit Philipp Staab (hier klicken).

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Falsche Versprechen« — so heißt Ihr Essay. Was ist nun das falsche Versprechen des digitalen Kapitalismus?
Leitunternehmen des digitalen Kapitalismus wie Google, Amazon & Co. versprechen in wirtschaftlicher Hinsicht, dass sie die schwache Verbrauchernachfrage der Gegenwart bekämpfen können und zwar indem sie Konsum effizienter machen. Die Leute sollen, einfach gesagt, immer und überall shoppen und in weniger Zeit mehr konsumieren können. Ich glaube, dass dieses Versprechen nicht eingelöst wird. Stattdessen wird die Rationalisierung des Konsums die Nachfrageschwäche, die den Kapitalismus der Gegenwart prägt, weiter verschärfen. Denn die gleichen Strategien, die den Konsum effizienter machen sollen, erfordern zeitintensive Mitarbeit von Kunden, erzeugen Lohndruck und kannibalisieren beschäftigungsintensive Branchen.

Erklären Sie bitte das mit der »Kannibalisierung«.
Denken Sie an den E-Commerce, den Warenhandel über Internetplattformen wie Amazon. Dem Wachstum dieser Branche stehen Rückgänge im traditionellen Einzelhandel gegenüber. Amazon-Beschäftigte verdienen weniger als im Einzelhandel, sind strengen betrieblichen Herrschaftsmechanismen unterworfen – und es werden insgesamt weniger Arbeitskräfte gebraucht, wenn der dezentrale, stationäre Einzelhandel schrumpft.

Sind E-Businessmodelle nicht auch starke Motoren für Jobwachstum, siehe z.B. das boomende Geschäft mit Essenslieferdiensten?
In Deutschland oder den USA haben wir im Moment ja nicht das Problem, dass zu wenig Jobs zur Verfügung stehen. Die Frage ist: Was sind das für Arbeitsplätze, die rund um digitale Geschäftsmodelle neu entstehen, und welche ersetzen sie vielleicht? Hat ein Restaurantangestellter, der Essen ausfährt, mehr Gehalt und größerer Sicherheit als jemand der formal selbständig ist und auf Abruf für ein Internetportal liefert? E-Businessmodelle produzieren vor allem zwei Jobtypen: Sehr gut bezahlte Tätigkeiten für wenige Technologie- und Marketingexperten und einen breiten Kranz prekärer Jobs mit losen Verbindungen zum Kernunternehmen. Auf der Strecke bleiben die »normalen« Arbeitsplätze der Mittelschicht.

Was ändert sich am Arbeitsplatz in den neuen digitalen Geschäftszweigen?
Auch hier sieht man die Polarisierung zwischen den Top-Kräften und den prekären Rändern, die den digitalen Kapitalismus prägt. Oben werden große Autonomiespielräume gewährt. Die Arbeitgeber bieten Rundum-sorglos-Pakete, die die Beschäftigten zu Kreativität und Engagement ermuntern sollen. Unten werden digitale Organisationsmodelle genutzt, um rigide technische Kontrollinstrumente einzuführen und direkt die Arbeitsläufe zu bestimmen – mittlerweile auch bei formal Selbstständigen.

Ist es berechtigt, wenn das alles bei ArbeitnehmerInnen und GewerkschaftsvertreterInnen Ängste hervorruft?
Angst ist kein guter Ratgeber und ich sehe auch eher großen Willen bei ArbeitnehmerInnen und Gewerkschaften, den digitalen Wandel zu gestalten. Ich glaube allerdings, dass das Problem der Nachfrage an den Verbrauchermärkten bisher kaum gesehen und berücksichtigt wird.

Werden digitale Geschäftsmodelle aus Silicon Valley die deutsche Wirtschaft umstülpen? Und wenn ja, womit müssen wir rechnen?
Die digitale Ökonomie aus Internet- und Kommunikationsunternehmen wird weiter wachsen. Wie stark sie sich in Deutschland und Europa durchsetzen wird, kann man jedoch noch nicht sagen. Aber Europa ist als größter Binnenmarkt der Welt für die Leitunternehmen der Digitalisierung von entscheidender Bedeutung. Und es entscheidet sich hier, wie der digitale Kapitalismus reguliert werden kann, ohne dessen Innovationskraft zu zerstören.

Wie könnte die Politik klug und vorausschauend auf die Expansion der digitalen Wirtschaft reagieren – bzw. auf das bisher wenig beachtete Nachfrageproblem?
Eine Stärke des deutschen Modells sind die etablierten Formen der  
tarifpartnerschaftlichen und politischen Lohnaushandlung. Wenn die »Sollbruchstelle« des digitalen Kapitalismus eher bei der Nachfrageerzeugung (als bei der Produktivitätsentwicklung in den Unternehmen) liegt, dann muss man über höhere Löhne und die gesellschaftliche Verteilung von Arbeitszeit nachdenken. Auch viele Silicon-Valley-Unternehmen sind mittlerweile für ein bedingungsloses Grundeinkommen, weil das die Nachfrage sichern soll, die sie selbst mit ihren Geschäftsmodellen gefährden. Das zeigt, dass in den Schaltzentralen der Digitalisierung der Zusammenhang zwischen Kaufkraft, Arbeitszeit und Nachfrage langsam erkannt wird.


Stefan Deißler über die Ablehnung des Friedensvertrags in Kolumbien

Die kolumbianische Regierung und die FARC-Guerilla haben am 27. September 2016 einen Friedensvertrag unterzeichnet, der mehr als 50 Jahre Bürgerkrieg beenden sollte. In einer Volksabstimmung am 2. Oktober lehnte jedoch eine hauchdünne Mehrheit die Vereinbarung ab. Über das Ergebnis des Referendums und den Friedensprozess in Kolumbien sprachen wir mit Stefan Deißler, Soziologe und Autor von »Eigendynamische Bürgerkriege. Von der Persistenz und Endlichkeit innerstaatlicher Gewaltkonflikte«.

Um unser Gespräch mit Stefan Deißler zu lesen, klicken Sie hier.

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Die Demoskopen hatten fast einhellig eine deutliche Zustimmung zum Volksentscheid prognostiziert. Wie erklären Sie sich dieses Ergebnis?
Seitdem das Ergebnis des Referendums feststeht, wird viel darüber spekuliert, weshalb die Gegner des Abkommens die Mehrheit für sich gewinnen konnten. Auffällig ist, dass die Beteiligung an der Abstimmung mit 37,4 Prozent deutlich geringer war als sonst bei Parlaments- oder Präsidentschaftswahlen, was angesichts der Tragweite der Entscheidung eher überrascht. Der hohe Anteil an Nichtwählern könnte bedeuten, dass es den Befürwortern nicht hinreichend gelungen ist, ihre Wählerschaft am Ende einer stark emotionalisierten Debatte zum Gang an die Urnen zu bewegen.

Weshalb ist das Friedensabkommen in Kolumbien so umstritten? Man sollte meinen, dass ein Friedensschluss in einem Land, das so lange unter der Gewalt leidet, auf breite Zustimmung stößt.
Der Zusammenhang zwischen Leidensdruck und Zustimmung zum Friedensvertrag zeigt sich in Kolumbien tatsächlich. In den vom Krieg am stärksten betroffenen Regionen haben die Menschen mit deutlicher Mehrheit für den Friedensvertrag gestimmt. Dabei handelt es sich überwiegend um periphere, dünn besiedelte ländliche Gebiete, die nicht nur von der Gewalt, sondern auch vom Gegensatz zwischen Großgrundbesitzern und Kleinbauern sowie von mangelnder Infrastruktur, prekären Lebens- und Arbeitsverhältnissen und teils extremer Armut geprägt sind. Diese Regionen hätten am stärksten von der Umsetzung des Abkommens profitiert – nicht nur wegen der Waffenruhe, sondern auch, weil sich die kolumbianische Regierung darin zur Vergabe von Land an Kleinbauern, zu Entwicklungsprogrammen und zur Bekämpfung von Armut und Hunger verpflichtet hatte.

Entschieden wurde die Abstimmung aber letztlich im stärker urbanisierten und dichter bevölkerten Zentrum Kolumbiens. Dort finden schon lange kaum noch Kampfhandlungen statt, und viele Menschen waren empfänglich für die stark emotionalisierte Gegenkampagne, die vom ehemaligen Präsidenten Álvaro Uribe angeführt wurde. Sie konzentrierte sich auf die Aufarbeitung und Amnestierung von Verbrechen der FARC und auf die geplante staatliche Förderung der Wiedereingliederung von deren Mitgliedern in das zivile Leben. Zu Unrecht wurde der Eindruck erweckt, die FARC-Mitglieder würden nach ihrer Entwaffnung pauschal amnestiert und für Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen nicht zur Rechenschaft gezogen. Und das obwohl ähnliche Regelungen vor zehn Jahren bei der Demobilisierung der rechtsgerichteten paramilitärischen Organisationen galten, für die damals Uribe verantwortlich zeichnete.

Wie geht es denn jetzt weiter? Ist der Friedensprozess noch zu retten?
Sicher ist nur, dass keine der beiden Seiten ein klares Mandat erhalten hat. Die kolumbianische Gesellschaft ist gespalten. Aber die FARC hat erklärt, den Friedensprozess fortsetzen zu wollen, und Präsident Santos hat die Gegner des Abkommens zur Bildung eines „nationalen Paktes“ aufgerufen. Sogar Uribe hat seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit geäußert.

Es könnte also sein, dass nachverhandelt wird und dass die Gegner des Abkommens in die neuen Verhandlungen einbezogen werden?
Das scheint ein mögliches Szenario zu sein. Abgelehnt wurde ja nicht der Friedensprozess als solcher, sondern eben der konkrete Inhalt des Friedensvertrags. Allerdings gibt es keine Garantie dafür, dass die kommenden Verhandlungsrunden zu einem Ergebnis führen. Wenn ein Hardliner wie Uribe mit am Tisch sitzt, dürfte es schwierig werden, eine neue Vereinbarung zu erzielen, die für die Mitglieder der FARC akzeptabel ist.

Was passiert, wenn die Verhandlungen und der Friedensprozess scheitern?
Derzeit scheint keiner der Verhandlungspartner Interesse an der Fortsetzung des Krieges zu haben. Langfristig könnte der aktuelle Schwebezustand aber dazu führen, dass nach und nach einzelne Verbände der FARC aus dem Friedensprozess ausscheren. Auch ist keineswegs gewährleistet, dass das Militär die Waffenruhe dauerhaft einhält.

Ist eine militärische Lösung des Konflikts denkbar?
Eine Wiederaufnahme der Kampfhandlungen wäre insbesondere für die Einwohner der bereits angesprochenen Konfliktregionen eine Katastrophe. Wie ich in meiner Studie zur Eigendynamik von Bürgerkriegen zeige, mündet ein Guerillakrieg wie in Kolumbien fast unvermeidlich in einen mit den Mitteln des Terrors ausgetragenen Wettbewerb um die Kooperation der Zivilbevölkerung, von der der militärische Erfolg wesentlich abhängt. Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen sind in der Logik derartiger Konflikte gewissermaßen angelegt, zumeist handelt es sich bei der überwiegenden Mehrzahl der Opfer um Zivilisten. Selbst wenn es also der kolumbianischen Regierung gelänge, die FARC mit militärischen Mitteln zur Kapitulation zu zwingen, würde dieser Sieg einen hohen Preis fordern.


Jacques de Saint Victor mit dem Prix du Sénat du Livre d'Histoire ausgezeichnet

Am 29. September hat unser Autor Jacques de Saint Victor den Prix du Sénat du Livre d'Histoire für sein Buch »Blasphème, brève histoire d'un "crime imaginaire" erhalten.

Wir gratulieren und freuen uns, dass dieser Titel im Frühjahr 2017 bei uns auf deutsch erscheinen wird. Weitere Informationen zum Prix du Sénat du Livre d'Histoire finden Sie hier.

Mehr zu Jacques de Saint Victor bei der Hamburger Edition


Heinz Bude erhält den DGS-Preis 2016 für herausragende Leistungen

Unser Autor Heinz Bude wird in diesem Jahr von der DGS mit dem Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der öffentlichen Wirksamkeit der Soziologie ausgezeichnet. Wir gratulieren.

Die Preisverleihung wird im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung des 38. DGS-Kongresses am 26. September ab 17 Uhr in der Kongress- und Konzerthalle Bamberg stattfinden. Georg Vobruba wird die Laudatio halten. Weitere Informationen finden Sie hier.

Mehr zu Heinz Bude und seinen Werken in der Hamburger Edition


Pierre Rosanvallon erhält den Bielefelder Wissenschaftspreis 2016

Der Bielefelder Wissenschaftspreis, der zum Gedenken an den Soziologen Niklas Luhmann ins Leben gerufen wurde, geht in diesem Jahr an unseren Autor Pierre Rosanvallon.

»Seine Bücher über Demokratie, Repräsentation, Wahlrecht und Mehrheitsprinzip, Souveränität, Gleichheit, Wohlfahrtsstaat und den Markt fügen sich zu einem eindrucksvollen Gesamtwerk.«
»Mit Pierre Rosanvallon erhält ein großer Demokratietheoretiker mit Weltgeltung den diesjährigen Wissenschaftspreis.« (aus der Begründung der Jury)
Wir gratulieren!

Mehr zu Pierre Rosanvallon und seinen Werken in der Hamburger Edition


Der Rassismus in den USA - ein Gespräch mit Silvan Niedermeier im SWR

Baton Rouge, Dallas, Baltimore - fast täglich berichten die Medien über Rassismus und Polizeigewalt in den USA. Der SWR ist zusammen mit der politischen Korrespondentin der taz Bettina Gaus, der Professorin für britische und amerikanische Geschichte Anke Ortlepp, und unserem Autor, dem Wissenschaftler für nordamerikanische Geschichte Silvan Niedermeier, der Frage nachgegangen, warum die USA den Rassismus nicht überwinden können.
Das Gespräch können Sie hier nachhören.

Mehr zu Silvan Niedermeier, »Rassismus und Bürgerrechte. Polizeifolter im Süden der USA 1930 - 1955«


Aktuelles Interview mit Manfred Berg über Lynchjustiz in den USA

Erich Später von der Heinrich-Böll-Stiftung führte dieses Interview mit Manfred Berg am Rande der Böll-Tage auf Achill Island.

Mehr zu Manfred Berg, »Lynchjustiz in den USA«