![]() | 138 Seiten, Gebunden € 12,00 (inkl. 7% MwSt.) ISBN 978-3-936096-98-9 Erschienen im September 2008 |
Klaus Naumann
Einsatz ohne Ziel?
Die Politikbedürftigkeit des Militärischen
SZ-Bestenliste des Monats Januar 2009, Platz 7
Der Bundeswehreinsatz in Afghanistan gerät zum Offenbarungseid. An ihm zeigen sich beispielhaft die Fehlleistungen und Strukturdefizite der deutschen Sicherheitspolitik – ihre Begründungsschwächen und die überzogenen Ansprüche, der geringe Mitteleinsatz und die kurzatmigen Mandate, realitätsblinde Aufträge mit gravierenden Strategie- und Koordinationsmängeln sowie das Missverhältnis zwischen militärischen und zivilen Komponenten.
Klaus Naumann belässt es nicht bei einer Bestandsaufnahme der eklatanten Fehlentwicklungen, er benennt die neuen Anforderungen an die Sicherheitseliten und gibt Anstöße zu einer Neujustierung der sicherheitspolitischen Strukturen.
»Dieses Buch ist keine kühle Bestandsaufnahme zu Militärpolitik und strategischem Denken in Deutschland, sondern ein Aufschrei… Wer nur einen kleinen Einblick in die Berliner Verhältnisse hat, wird Naumanns zentralem Vorwurf zustimmen: Der Bundestag, der soviel Wert darauf legt, dass die Bundeswehr eine Parlamentsarmee ist, kümmert sich mit Ausnahme weniger Abgeordneter nicht um sie.«
Herfried Münkler, Die Welt
»Dieses Buch ist so handlich, dass es mühelos in die Jackentasche eines jeden Abgeordneten passt. Und genau dorthin gehört es. Denn seinem Autor ist etwas gelungen, was im Bereich des politischen Buchs selten passiert: Klaus Naumann hat nicht nur ein Problem genauestens analysiert, sondern auch einen Fahrplan vorgelegt, wie dem Problem zu begegnen ist. […] Wie produktiv es sein könnte, Naumanns Ideen zu verwirklichen, lässt allein die gegenwärtige Debatte erahnen, ob Deutschland in Afghanistan einen Krieg führt und ob deutsche Soldaten vom Gegner ›getötet‹ werden oder im Einsatz ›fallen‹.«
Thomas Speckmann, Die Zeit


