Heft 3 - Juni/Juli 2004

Gewerkschaften

€ 9,50 Print

Weitere Hefte zu "Arbeit"
Weitere Hefte zu "Institutionen"
Weitere Hefte zu "Ökonomie"

Seite 1: Unter Kuratel gestellt


Bilder: Hausaufgabe


Thema

Dirk Baecker

Wozu Gewerkschaften?

Wolfgang Schroeder

Gewerkschaften im Übergang. Zwischen Interessenvertretung und politischem Verband

Jörn Pyhel

Ist es rational, Gewerkschaftsmitglied zu sein?. Ökonomische Theorie und gewerkschaftliche Mitgliedsloyalität


Autorenverzeichnis


Literaturbeilage

Benjamin Ziemann

Vom Bierstreik zur Komplexitätsreduktion. Die Gesellschaftsgeschichte der Bundesrepublik in den sechziger Jahren


Jan Philipp Reemtsma

Zwei Ausstellungen

Die erste Ausstellung des Hamburger Instituts für Sozialforschung über die Verbrechen der Wehrmacht – »Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944« – wurde am 3. März 1995 auf dem Kampnagelgelände in Hamburg eröffnet. Sie war Teil eines Projekts, das den Titel »Angesichts unseres Jahrhunderts« trug und das Doppeldatum 1995 – 50 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und fünf Jahre vor Ende des Jahrhunderts – nutzen wollte, um die Destruktions- und Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts in den Blick zu nehmen. Weitere Bestandteile dieses Projektzusammenhangs waren:

– die Ausstellung »200 Tage und 1 Jahrhundert«, die den Zeitraum von 200 Tagen zwischen der Befreiung von Auschwitz und der Kapitulation Japans nach dem Abwurf der zweiten Atombombe auf Nagasaki ausleuchtete und anhand besonderer Daten wesentliche Aspekte der Destruktionsgeschichte des Jahrhunderts thematisierte – Auschwitz, Gulag, staatlicher Terror, Hiroshima/Nagasaki – sowie versuchte Antworten, respektive Gegenbewegungen wie die Nürnberger Gerichtsbarkeit, den Prozeß der Entkolonialisierung und die Gründung der UNO. Zu dieser Ausstellung erschien ein gleichnamiger Sammelband »200 Tage und 1 Jahrhundert«.
– eine Vortragsreihe im Hamburger Schauspielhaus mit dem Titel »Angesichts unseres Jahrhunderts«, an dem u.a. Imre Kertész, Jorge Semprún, Breyten Breytenbach, Robert Jay Lifton und Aleksandar Tisˇma
teilnahmen
– die Präsentation von Publikationen des Instituts
– zahlreiche andere Veranstaltungen, Tagungen, Podiumsdiskussionen
etc.

In der Ankündigung des Projekts »Angesichts unseres Jahrhunderts« hieß es: »Das 20. Jahrhundert hat uns gezeigt, daß die menschlichen Destruktionshandlungen (jedenfalls unter bestimmten Voraussetzungen) besondere Verständnisbarrieren aufrichten. (…)

Beitrag lesen
Weitere Beiträge von Jan Philipp Reemtsma


Claus Leggewie, Hermann Lübbe, Jörn Rüsen, Martin Sabrow, Kurt Sontheimer

Von der Moralisierung zur Historisierung. Überlegungen zur deutschen Geschichtskultur


Aus der Protest-Chronik