Heft 4 - August/September 2004

Das Phänomen der Exklusion

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Thema

Heinz Bude

Das Phänomen der Exklusion. Der Widerstreit zwischen gesellschaftlicher Erfahrung und soziologischer Rekonstruktion

Oliver Callies

Konturen sozialer Exklusion

Berthold Vogel

Der Nachmittag des Wohlfahrtsstaats. Zur politischen Ordnung gesellschaftlicher Ungleichheit


Christian Schneider

Der Holocaust als Generationsobjekt. Generationengeschichtliche Anmerkungen zu einer deutschen Identitätsproblematik


Autorenverzeichnis


Thomas Dörfler, Andreas Klärner

Der »Rudolf-Heß-Gedenkmarsch« in Wunsiedel. Rekonstruktion eines nationalistischen Phantasma


Aus der Protest-Chronik


 
Pressestimmen
»Und wenn es in der Erregung prinzipiell zu werden droht, dann tauchen vertraute Gegensatzpaare wieder auf, an deren analytischer Kraft allerdings gezweifelt werden muss: ›reich‹ gegen ›arm‹, ›Markt‹ gegen ›Staat‹, ›Wirtschaft‹ gegen ›Politik‹. Dass sich der Wandel der deutschen Gesellschaft mithilfe dieser Dichotomien angemessen verstehen lässt, bezweifelt der Soziologe Berthold Vogel im jüngsten Heft des Mittelweg 36. Vogel gehört zu jener Gruppe von Wissenschaftlern um Heinz Bude, die sich als Revisionisten am Hamburger Institut für Sozialforschung mit der Gesellschaft der Bundesrepublik befassen. Sein Thema sind die neuen Ungleichheiten im Wohlfahrtsstaat.«
Süddeutsche Zeitung, 2. September 2004
»... so beschreibt Heinz Bude in der Zeitschrift Mittelweg 36 eine Karriere sozialen Abstiegs und Ausschlusses, die den gegenwärtigen Deklassierungsängsten vieler Bürger entspricht. Bude will mit der Schilderung zeigen, ›wie man trotz hoher Qualifikation, starker Motivation und fragloser Kompetenz den Anschluss verlieren und in einem ›schwarzen Loch‹ des Systems verschwinden kann‹. Letztlich thematisiert Bude, worum es in der Hartz-IV-Panik geht – wobei es Bude vor allem die Ich-AG angetan hat. Sie bringe ›die zeitgenössische Problematik der Exklusion auf den Punkt. Das unternehmerische Selbst soll für diejenigen die Rettung bringen, die in der Gefahr stehen, den Anschluss zu verlieren. Damit treten uns die beiden Seiten der herrschenden Meinung über das Soziale vor Augen: die Zumutungen für den unternehmerischen Einzelnen wie die Befürchtungen der Flexiblen und Mobilen, überflüssig zu werden‹.«
Die Welt, 25. August 2004