Heft 4 - August/September 2015

Der Gewalt ins Auge sehen

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Editorial

Es gibt vieles, was Pariser Vorortrevolten, den Terrorismus der RAF und den Entschluss deutscher Jugendlicher, sich in den Nahen Osten aufzumachen und für den IS in den Heiligen Krieg zu ziehen, unterscheidet. Gibt es auch etwas, das diese Phänomene verbindet?
Am 5. Juni 2015 hat sich Jan Philipp Reemtsma mit dem Vortrag »Gewalt als attraktive Lebensform betrachtet« vom Hamburger Institut für Sozialforschung verabschiedet. Seine Reflexion der Gewaltforschung, die wir in diesem Heft dokumentieren, wendet sich entschieden gegen die Vorstellung, Gewalt – zumal solche, die als überschießend, gar entgrenzt wahrgenommen wird oder als Massengewalt auftritt – heische eine besondere Erklärung. Dieses Erklärungsbegehren, das verborgene Gründe aufdecken will, so Reemtsma, sehe ein Rätsel, wo keines ist, und weiche der verstörenden Erkenntnis des Offensichtlichen aus: Die Zugehörigkeit zu Gewaltmilieus und die (kollektive) Ausübung von Gewalt bieten Gratifikationen, die in der bürgerlichen Gesellschaft ihresgleichen suchen – eine als grenzenlos erlebte Möglichkeit der Entsublimation. Die Mischung aus Abwehr und Faszination, die der kulturellen Bearbeitung von Gewalt stets eigen ist, gehört. zur spezifischen Signatur der Moderne.
Zwei Kommentatoren nehmen die ins Feld ihrer jeweiligen Disziplin gespielten Bälle auf. Michael Wildt, der lange im Institut zur Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts geforscht hat, betrachtet in einem ersten Kommentar die Geschichtswissenschaft als eine zivilisatorische Technik der Sublimation; Wolfgang Knöbl, der neue Direktor des Instituts, fragt in einem zweiten, ob die von Reemtsma postulierte Gewaltforschung im Modus der Beschreibung nicht sehr wohl sozialwissenschaftliche Erklärungen liefert.
Die Beschäftigung mit Gewalt verbindet auch alle weiteren Beiträge des Heftes. Zwei Artikel beschäftigen sich mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs vor siebzig Jahren. Patrick Wagners Untersuchung der Morde »alter Kämpfer« der nationalsozialistischen Bewegung an anderen Parteimitgliedern und »Volksgenossen« kommt ganz ohne Rückgriff auf sattsam bekannte Topoi wie den von der Weltuntergangsstimmung verblendeter Fanatiker aus. Ulrike Jureit nimmt mit dem 8. Mai 1945 ein zentrales Datum der Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts zum Anlass, um über die Bedeutung von Zäsuren beim Ordnen der Zeit nachzudenken.
Als sich im Juni 1794 ein französisches Geschwader anschickte, die zwischenzeitlich britisch besetzte Kolonie Guadeloupe für die junge Republik zurückzuerobern, führte das Admiralsschiff neben dem Dekret des Nationalkonvents zur Abschaffung der Sklaverei auch eine Guillotine mit sich. Flavio Eichmann erklärt, wie eng terreur und Abolition zusammenhingen.
Matthias Häußler erzählt die scheinbar bekannte Gewaltgeschichte der Siedlerkolonie Deutsch-Südwestafrika, die das Kaiserreich vor genau einhundert Jahren an die Südafrikanische Union abtreten musste, aus der Sicht einer äußerst volatilen autochthonen Gesellschaft und deren spezifischer politischer Ordnung neu.
In der Protest-Chronik beleuchtet Wolfgang Kraushaar die Hintergründe eines lange Zeit in Vergessenheit geratenen Attentatsversuchs auf Bundeskanzler Konrad Adenauer im Jahr 1952.

Jan Philipp Reemtsma

Gewalt als attraktive Lebensform betrachtet. Ein Abschiedsvortrag für das Hamburger Institut

(…) Warum brennen in den Vorstädten Autos – ohne dass gleichzeitig Proklamationen erscheinen, die dafür einen politischen Grund angeben? Warum macht sich eine Handvoll Bürgerinnen und Bürger mit der Unterstützung von ein paar Dropouts daran, Menschen zu entführen, zu erschießen und Bomben zu werfen? Warum zieht – ausgerechnet – ein Rapper aus Köln in den Irak, um als Dschihadist zu kämpfen und vor laufender Webcam Leute zu ermorden?
Ich möchte hingegen fragen, warum wir so fragen. Warum meinen wir, die Soziologie, die Psychologie und in gewissem Sinne die Historiografie könnten uns etwas »erklären«, soll heißen: uns sagen, was dahintersteckt, in Wirklichkeit passiert, die wahren Gründe/Motive/wasauchimmer sind – und so weiter? – Lassen Sie uns banal miteinander werden. Wenn einer irgendetwas tut, nehmen wir an, dass er das tut, weil er es tun will. Wir fragen ihn manchmal, warum er das tut / tun will – und dann fragen wir nach Gründen, oft nach Legitimationen. Wir fragen, wie er, was er tut, begründet und legitimieren kann. Das tun wir, weil es uns betrifft und wir uns möglicherweise mit seinem Tun befassen wollen, mit ihm, der das tut. Wir sondieren das Terrain, auf dem wir uns befinden. Wenn jemand uns anrempelt, und wir sagen: »Was fällt Ihnen ein?«, und er sagt: »Ich hab’s eilig!«, nehmen wir es entweder hin oder wir sagen: »Das ist noch lange kein Grund!« Eine Reaktion à la »Ja, das sagen Sie so, aber warum tun Sie’s wirklich?« würde uns als Sonderlinge ausweisen. (…)

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Michael Wildt

Ist Gewalt historisierbar?. Erster Kommentar

Auch die Geschichtsschreibung gehört zu den zivilisatorischen Techniken der Sublimation. Denn analog zur menschlichen Grunderfahrung, dass es ein Vorher und ein Nachher, also Zeit, gibt, ordnet sie Geschehen in einem Zeitbogen sinnvoll nacheinander. Mit dem suggestiven Satz, dass nur, wer die Vergangenheit verstanden habe, in der Lage sei, die Zukunft zu gestalten, stellt die Historiografie Sinnzusammenhänge in der Zeit her und behauptet, sie seien wichtig, um die Aufgaben in der Gegenwart zu bewältigen.
Ja, in früheren Zeiten, als der Glaube an die Steuerung und Planbarkeit von gesellschaftlichem Handeln noch geholfen hat, konnten sich Historiker als Fortschrittsdeuter ausgeben, die verlässliche Aussagen über die zukünftige Entwicklung der Geschichte treffen konnten.
Doch selbst heute, wo niemand mehr so recht an die Gesetzhaftigkeit der Geschichte glaubt, ist das Entwicklungsparadigma der bürgerlichen Gesellschaft beziehungsweise – heruntergebrochen auf das Individuum – der biografischen Selbstbeobachtung wie Selbstdeutung verbunden mit der Aufforderung, jeder und jede von uns müsse sich ständig entwickeln, so mächtig, dass Geschichtsdeutungen, also Interpretationen von Entwicklungen, nach wie vor hohe gesellschaftliche Aufmerksamkeit genießen.
Die Frage: Wie konnte es dazu kommen?, wird unausweichlich, sobald es um das Gewaltgeschehen des 20. Jahrhunderts geht. Warum konnten, eine Frage, die insbesondere im vergangenen Jahr diskutiert wurde, zivilisierte Nationen sich in einen verheerenden Weltkrieg stürzen? Gierig nach der Weltmacht greifend, antworteten die einen, schlafwandlerisch, die anderen – und wieder einmal den Koch vergessend, den auch die Cäsaren des 20. Jahrhunderts bei sich hatten. (…)

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Wolfgang Knöbl

Ist Gewalt erklärbar?. Zweiter Kommentar

(…) Die Warnung lautet ungefähr so: »Liebe Studierende, in den Sozialwissenschaften hat man es mit bestimmten Phänomenen wie etwa Gewaltausbrüchen zu tun, die schwer zugänglich und verständlich sind. Nicht wenige, durchaus auch berühmte Sozialwissenschaftler behalfen und behelfen sich oft damit, dass sie diesen Phänomenen zumindest im Nachhinein bestimmte Funktionen zuschreiben und sie damit scheinbar ›erklären‹. In Wahrheit liegt allenfalls eine Pseudoerklärung vor, weil sich solche Funktionen immer erfinden lassen und die Benennung von Funktionen somit nichts über tatsächliche kausale Zusammenhänge aussagt, sondern lediglich über die blühende Fantasie von Forschern. Liebe Studierende, passt also auf, lasst euch nicht vorschnell zu solchen Funktionszuschreibungen verführen!« Der französische Kollege Fabien Jobard, von dessen Auftritt hier am Hamburger Institut für Sozialforschung Jan Philipp Reemtsma berichtete (…), hat diese Lektion offenbar vergessen, schrieb er den gewalttätigen Plünderungen in den französischen Vorstädten doch im Rückblick eine politische Funktion zu, obwohl von einer artikulationsfähigen politischen Agenda bei den Akteuren tatsächlich nichts zu sehen war. Reemtsma ist darüber zu Recht einigermaßen ungehalten, belässt es aber bei ganz wenigen kritischen Sätzen. Wichtiger ist ihm in diesem Zusammenhang der allgemeine Verweis darauf, dass gerade auch linke Theoretiker von Massenbewegungen und Revolutionen – Marx zählte zu ihnen – immer ein Problem mit bestimmten Gruppen in der Gesellschaft hatten, deren oft unerfreuliches Verhalten – weil irgendwie unpolitisch – mit den herkömmlichen Kategorien nicht zu erklären war. (…)

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Patrick Wagner

Die letzte Schlacht der »alten Kämpfer«. Isolation, Vergemeinschaftung und Gewalt nationalsozialistischer Aktivisten in den letzten Kriegsmonaten 1945

In den drei Tagen, bevor die US-Armee am 12. April 1945 Braunschweig besetzte, wurden in der Stadt und ihrer Umgebung mehrere Mitglieder der NSDAP ermordet. So starben unter anderem der Landrat des Kreises Braunschweig, ein SA-Obersturmführer sowie der Verwalter eines Hermann Göring gehörenden Jagdreviers. Die Mörder ihrerseits gehörten einem »Rollkommando « der Braunschweiger NSDAP an und handelten auf Befehl von deren Kreisleiter Berthold Heilig.1 Es handelte sich um Männer, die sich schon deutlich vor 1933 dem Nationalsozialismus angeschlossen hatten, also um sogenannte »alte Kämpfer«. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten waren sie bei der Braunschweiger Stadtverwaltung oder in öffentlichen Versorgungsbetrieben eingestellt worden; einige arbeiteten seitdem auch als Angestellte der Partei selbst. In den letzten Tagen des Krieges lebten sie im Bunker der Kreisleitung, verzehrten deren üppige Vorräte an Lebensmitteln sowie Alkohol und brachen ab und an zu ihren Mordaktionen auf.
Ihre Opfer wiederum waren Männer, die erst nach der NS-Machtübernahme in die NSDAP eingetreten waren. Zum Zeitpunkt ihres Parteieintrittes waren sie bereits beruflich etabliert gewesen, die Mitgliedschaft in der NSDAP hatte sich aber für ihre weitere Karriere als durchaus förderlich erwiesen. (…)

Ulrike Jureit

Vom Ordnen der Zeit. Der 8. Mai 1945 als historische Zäsur

Als Generaloberst Alfred Jodl am 7. Mai 1945 um 2.41 Uhr im Obersten Hauptquartier der Alliierten Expeditionsstreitkräfte in Reims die Kapitulationserklärung unterzeichnete, waren dem bereits mehrere Teilkapitulationen unter anderem für Berlin, Dänemark und Norditalien vorausgegangen. Entgegen der ursprünglichen deutschen Hoffnung, im Hauptquartier von General Dwight D. Eisenhower ein Waffenstillstandsabkommen zu schließen, unterschrieb Jodl als Chef des Wehrmachtführungsstabes im Auftrag des noch von Adolf Hitler eingesetzten Karl Dönitz die Erklärung und besiegelte damit das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa:
»Wir, die hier Unterzeichneten, die wir im Auftrage der Oberkommandos der Deutschen Wehrmacht handeln, übergeben hiermit bedingungslos dem Obersten Befehlshaber der Alliierten Expeditionsstreitkräfte und gleichzeitig dem Oberkommando der Roten Armee alle gegenwärtig unter deutschem Befehl stehenden Streitkräfte zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Das Oberkommando der Deutschen Wehrmacht wird unverzüglich allen Behörden der deutschen Land-, See- und Luftstreitkräfte und allen von Deutschland beherrschten Streitkräften den Befehl geben, die Kampfhandlungen um 23:01 Uhr Mitteleuropäischer Zeit am 8. Mai einzustellen und in den Stellungen zu verbleiben […].«
Obgleich der Reichssender Flensburg schon an diesem 7. Mai um 12.45 Uhr erstmals das Kriegsende verkündete und in New York eine halbe Million Menschen auf den Straßen Manhattans dieses Ereignis feierte, trat die Kapitulation an allen Fronten offiziell erst am 8. Mai um 23.01 Uhr in Kraft. (…)

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Flavio Eichmann

Weder Freiheit noch Gleichheit. Guadeloupe 1794–1801

Am Abend des 2. Juni 1794 erschien vor der Hafenstadt Pointe-à-Pitre, dem wirtschaftlichen Zentrum der Karibikinsel Guadeloupe, ein kleines französisches Geschwader am Horizont. Erst zwei Monate zuvor war die bis dahin französische Kolonie im Rahmen einer groß angelegten Offensive von britischen Streitkräften erobert worden. Je näher die französischen Kriegsschiffe der Küste kamen, desto deutlicher zeichneten sich auch die Umrisse einer Guillotine ab, die der Befehlshaber der Expedition mit Bedacht gut sichtbar auf dem Bug des Admiralsschiffs hatte aufstellen lassen. Allen Bewohnern der Insel sollte bereits vor der Landung des Expeditionskorps vor Augen geführt werden, was sie erwartete. Die Guillotine war als Instrument und Symbol der Durchsetzung des staatlichen Gewaltmonopols und der revolutionären Ordnung allerdings nicht die einzige Neuerung, welche die rund tausend sans-culottes der Expedition nach Guadeloupe brachten. An Bord befand sich auch das Dekret des französischen Nationalkonvents zur Abschaffung der Sklaverei im französischen Kolonialreich, das alle Menschen der Kolonie unabhängig von ihrer Hautfarbe zu gleichberechtigten citoyens erklärte. Das Dekret bedrohte die auf Zwangsarbeit beruhende Plantagenökonomie der Kolonie, bedeutete es doch die Entlassung der rund 90 000 afrikanischen Sklaven Guadeloupes in die Freiheit. Aus Sicht der kolonialen Eliten kam die Abolition zudem ihrer faktischen Enteignung gleich – machten die Sklaven doch in der Regel mindestens ein Drittel des Wertes einer Plantage aus. (…)

Weitere Beiträge von Flavio Eichmann


Matthias Häußler

Warum die Herero mit den Deutschen kooperierten. Zur »Pazifizierung« einer akephalen Gesellschaft

David Hume leitet seine Schrift »Über die ursprünglichen Prinzipien der Regierung« mit der Bemerkung ein, nichts erstaune mehr als die Leichtigkeit, mit der die vielen von wenigen beherrscht zu werden pflegten. Wie sehr muss diese Leichtigkeit angesichts kolonialer Herrschaft überraschen, zumal in Siedlungskolonien, die von Grund auf von einem unversöhnlichen Antagonismus zwischen Eindringlingen und autochthoner Bevölkerung gekennzeichnet scheinen?
1883 erwarben deutsche Kaufleute unter höchst zwielichtigen Umständen einen ersten Küstenstrich im heutigen Namibia. Im Jahr darauf übernahm das Deutsche Reich den Schutz dieser Erwerbungen, entsandte ein paar Beamte und, Jahre später, eine Truppe von gerade einmal zwanzig Mann, um die Herrschaft über ein Territorium von der anderthalbfachen Größe des Deutschen Reichs zu beanspruchen, das von mehreren hunderttausend Menschen bevölkert war. Die Einheimischen, auf die die ›Eroberer‹ im Landesinnern zunächst trafen, verfügten über Hinterladergewehre, Pferde und Ochsenwagen; einige von ihnen waren christianisiert, alphabetisiert und beherrschten europäische Sprachen. Spätestens seit den 1840er-Jahren war die Ökonomie Zentralnamibias an das handelskapitalistische Netz der Kapkolonie angeschlossen, wofür eigens Straßen angelegt worden waren, und manch ein indigener Führer unterhielt mehr oder weniger enge Beziehungen zu britischen Kolonialbehörden. Dies alles lässt erahnen, wie schwer es den Kolonialherren gefallen wäre, ihren Dominanzanspruch in »Deutsch-Südwestafrika« durchzusetzen, wenn die lokale Bevölkerung umgehend Widerstand geleistet hätte. (…)

Weitere Beiträge von Matthias Häußler


Aus der Protest-Chronik

Drei Jahre nach ihrer Gründung genießt die Bundesrepublik Deutschland nur eine begrenzte staatliche Souveränität. Die Hochkommissare der drei Westmächte üben auf der Grundlage des Besatzungsstatuts noch immer die Kontrollmacht aus. Eine zentrale Voraussetzung dafür, dass die Bundesrepublik ein wirklich souveräner Staat werden kann, ist ein »Wiedergutmachungsabkommen« mit Israel, auf das die Bundesregierung deshalb seit einiger Zeit hinarbeitet. Seit dem 20. März laufen in dem bei Den Haag an der Nordsee gelegenen Wassenaar offizielle bilaterale Verhandlungen zwischen Israel und der Bundesrepublik. Der Staat Israel stellt dabei »Schadensersatzforderungen « in Höhe von einer Milliarde Dollar, umgerechnet 4,2 Milliarden Deutsche Mark. Leiter der deutschen Delegation ist der von Staatssekretär Professor Walter Hallstein (1901–1982) vorgeschlagene Rechtswissenschaftler Professor Franz Böhm (1895–1977), beide einstmalige Rektoren der Frankfurter Goethe-Universität.
Genau eine Woche nach Beginn werden die Verhandlungen durch einen aufsehenerregenden Attentatsversuch in München in Frage gestellt. Eine zentrale Rolle spielen bei dem Fall zwei Schuljungen – der 12-jährige Werner Breitschopp und der 13-jährige Bruno Beyersdorf. Wie immer versuchen die beiden auch an diesem Nachmittag nach Schulschluss ein paar Groschen zu verdienen, indem sie in der Nähe des Hauptbahnhofs die Scheiben amerikanischer Straßenkreuzer putzen. (…)