Heft 6 - Dezember 2006/Januar 2007

Völkermord

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Weitere Hefte zu "Gewalt"

Seite 1: Frankfurter Schule


Bilder: »Pourquoi?«


Thema

Birthe Kundrus

Entscheidung für den Völkermord?. Einleitende Überlegungen zu einem historiographischen Problem

Jacques Sémelin

Elemente einer Grammatik des Massakers

Literaturbeilage

Gerd Hankel

»En histoire, il est dangereux de tout mélanger.«. Französische Literatur zu Genozid und Massenverbrechen


Donald Bloxham

In der Unordnung der Wirklichkeit. Der armenische Fall

Alexander L. Hinton

Zündstoffe. Die Roten Khmer in Kambodscha

Michael Wildt

Biopolitik, ethnische Säuberungen und Volkssouveränität. Eine Skizze


Autorenverzeichnis


Aus der Protest-Chronik


 
Pressestimmen
»Das Massaker ist der Gewaltexzess gegen Wehrlose. Es kennt weder Maß noch Rücksicht, sondern berauscht sich am enthemmten Loslassen aller Aggressionen. ›Von äußeren Zwecken ist es entbunden. Denn der Sinn der Zerstörung ist die Zerstörung selbst‹, beschrieb der Soziologe Wolfgang Sofsky das Wesen des ›Blutbades‹. Diese Eigenlogik mag schuld daran sein, dass das Massaker die wohl rätselhafteste Form der Gewalt ist. Um Aufklärung bemüht sich nun die Zeitschrift Mittelweg 36, das einflussreichste Periodikum der deutschen Gewaltforschung, die eine ganze Ausgabe (Heft 6/2006) dem Thema Genozid und Massaker widmet. Darin trägt der französische Politikwissenschaftler Jacques Sémelin ›Elemente einer Grammatik des Massakers zusammen‹ und beantwortet die Frage nach den Gründen der vermeintlich ›nutzlosen‹ Gewaltauswüchse.«
Süddeutsche Zeitung, 18. Mai 2007