Der Arbeitskreis für Moderne Sozialgeschichte

Der Arbeitskreis für Moderne Sozialgeschichte e.V. ist 1957 von Werner Conze in Heidelberg gegründet worden. Das Ziel dieser Gruppe aus Vertreterinnen und Vertretern der Geschichts-, Sozial-, und Rechtswissenschaften und der Theologie war und ist das ergebnisoffene Nachdenken und Streiten über Fragestellungen, theoretische Ansätze und Methoden der Sozialgeschichte.
Heute geht es den rund 25 Mitgliedern des Arbeitskreises vor allem darum, Kernfragen nach sozialen Strukturen und Praktiken in globalgeschichtlicher Perspektive neu zu verorten. Im Rahmen des derzeitigen Schwerpunkts „Kapitalismus“ wird beispielsweise darüber diskutiert, welche Formen Arbeit im globalen Kapitalismus annimmt, wie bürgerliche Mittelklassen auch als Resultat globaler Vergesellschaftung entstehen oder wie die Finanzialisierung auf Staat und Gesellschaft einwirkt.  
Der Arbeitskreis trifft sich zweimal jährlich. Seit Herbst 2015 finden die Treffen auf Einladung von Wolfgang Knöbl bei uns am HIS statt.
Seit 1962 gibt der Arbeitskreis die Reihe „Industrielle Welt“ heraus, die seit 2001 im Verlag Böhlau/Vandenhoeck & Ruprecht erscheint.
Die Beiträge der Frühjahrstagung 2017 sind bei der Zeitschrift Mittelweg 36 erschienen (Heft 6 Dezember 2017/Januar 2018).

Beim diesjährigen Frühjahrstreffen wurde Prof. Dr. Ulrike von Hirschhausen (Universität Rostock) zur Vorsitzenden und Prof. Dr. Knöbl zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.
Eine eigene Internetpräsenz des Arbeitskreises ist derzeit mit Unterstützung durch das HIS in Arbeit.

Der Arbeitskreis besitzt einen eigenen Web-Auftritt zu dem Sie hier gelangen.

Vorträge des Arbeitskreises zum Nachhören

26. Oktober 2017. Daniel Speich Chassé: Die "Dritte Welt" als Theorie-Effekt

6. April 2017. Friedrich Wilhelm Graf: Ursprüngliche Akkumulation ganz anders.

3. November 2016: Ravi Ahuja: Kapitalismus und soziale Frage im postkolonialen Indien