Die Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland und seine Folgen

Projektstart: Januar 2017

Im November 2018 jährt sich zum hundertsten Mal die Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland. Das Projekt will die Forschung zu diesem Ereignis vorantreiben. Im September 2017 fand eine wissenschaftliche Tagung zu dem Thema statt.  Neben einer Sonderausstellung im Historischen Museum Frankfurt zwischen August 2018 und Januar 2019 ist auch eine Publikation ist geplant.

Dabei sollen drei Themenfelder bearbeitet werden:

(1) Erstens fragen wir, welche Rolle das Frauenwahlrecht auf dem Weg zur Gleichberechtigung gespielt hat und wie sich der Kampf darum in die Geschichte der Frauenbewegungen einordnen lässt. Welche anderen Faktoren waren ähnlich wichtig oder sogar bedeutender, etwa die Veränderungen im Familienrecht? Welche Hoffnungen aber auch Ängste verbanden sich gesamtgesellschaftlich mit dem Frauenwahlrecht?

(2) Zweitens geht es um die Frage, was das Wahlrecht in der Folge für den Lebensalltag der Frauen, aber auch für die Frauenbewegung bedeutet hat. Welchen Einfluss nahmen die Parlamentarierinnen auf die politische Landschaft? Setzten sie Gesetze durch, die insbesondere das Leben von Frauen betrafen? Und wie entwickelte sich die  Frauen(stimm)rechtsbewegung, nachdem sie das Wahlrecht errungen hatte?

(3) Schließlich wollen wir analysieren, wie das Frauenwahlrecht konkret durchgesetzt wurde und warum es nach dem Ersten Weltkrieg relativ viele Staaten umgesetzt haben – so dass es sich empfiehlt, den Blick international zu weiten.

Kooperation mit Dr. Kerstin Wolff (Archiv der deutschen Frauenbewegung, Kassel), mit dem Historischen Museum Frankfurt und mit Prof. Dr. Ulla Wischermann (Direktorin des Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhaeltnisse, Goethe-Universität Frankfurt Frankfurt am Main)