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Spaniens Seufzer. Geschichte und Gegenwart des spanischen Nationalgedankens, 1808—2019

Location HIS at home | Beginn: 19.02.2020 19:00 Uhr

Der spanische Nationalstolz ist in jüngster Zeit durch die katalanische Unabhängigkeitsbewegung zu einem zentralen Thema der spanischen Politik geworden. Rechtsradikale Tendenzen durch die Partei Vox, aber auch die von Intellektuellen und Politikern vertretene Position, dass es einen spanischen Nationalismus überhaupt nicht gibt, prägen die gesellschaftliche Auseinandersetzung. Xosé M. Núñez Seixas skizziert die Entwicklung des spanischen Nationalgefühls vom Verlust der einstigen Größe, über den blutigen Bürgerkrieg und die Diktatur Francos bis zu den Debatten der Gegenwart. Er wirft die Frage auf, inwieweit Patriotismus und Nationalismus unterschiedliche Konzepte sind und erklärt, dass der spanische Fall im europäischen Kontext keine Ausnahme darstellt.

Prof. Dr. Xosé M. Núñez Seixas, Historiker; Professor für Neueste Geschichte an der Universität Santiago de Compostela; 2012 bis 2017 Professur an der LMU München.
Für sein Buch Suspiros de España  (dt. Die bewegte Nation) wurde er mit dem Premio Nacional de Ensayo 2019 ausgezeichnet.

Dr. Anna Catharina Hofmann, Historikerin; Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Moderation: Prof. Dr. Philipp Müller, Historiker; Wissenschaftler in der Forschungsgruppe Demokratie und Staatlichkeit des Hamburger Instituts für Sozialforschung

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Instituto Cervantes Hamburg