Öffentliche Veranstaltungen

Die Soziologie schweigt? – Zehn Jahre »Vertrauen und Gewalt«

Ort am HIS | Beginn: 08.11.2018 19:00 Uhr

Der »Versuch über eine besondere Konstellation der Moderne«, den Jan Philipp Reemtsma 2008 unter dem Titel »Vertrauen und Gewalt« vorgelegt hat, skizziert die Grundzüge einer Allgemeinen Soziologie der Gewalt. Zehn Jahre nach ihrem Erscheinen hat die Studie den Status eines modernen Klassikers erlangt. Das Buch ist weithin bekannt, es fehlt in keiner Auflistung einschlägiger Werke zu Fragen der Gewalt, nur: ist es forschungsleitend? Während die Studie in den Geschichtswissenschaften vereinzelt als konzeptioneller Bezugsrahmen fungiert, sind Reemtsmas Argumente von der Soziologie eher zögerlich aufgenommen worden. Somit gilt der knappe Satz, mit dem Reemtsma seinerzeit das Verhältnis der Soziologie zur Gewalt beschrieben hat: »Die Soziologie schweigt«. Im Gespräch mit Jan Philipp Reemtsma werden Teresa Koloma Beck und Eddie Hartmann die Thesen des Buches kritisch befragen und diskutieren.

Dr. Eddie Hartmann, Soziologe; Akademischer Mitarbeiter an der Universität Potsdam. Forschungsschwerpunkte u.a. Soziologische Theorie und Sozialtheorie, Methodologie der Sozialwissenschaften, Theorie sozialer Schließung, Kulturtheorien, Konfliktsoziologie

Prof. Dr. Teresa Koloma Beck, Soziologin; Professorin für Soziologie der Globalisierung an der Universität der Bundeswehr München. Forschungsschwerpunkte: Konflikt-, Gewalt- und Globalisierungsforschung

Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma, Geschäftsführender Vorstand der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, Gründer und bis 2015 Leiter des Hamburger Instituts für Sozialforschung