Die Abschottung der Welt
Flucht, Asyl und Exil sind wahrlich keine Themen, die nur unsere Gegenwart betreffen. Sie haben vielmehr eine lange Geschichte, in der sich höchst düstere Kapitel finden. Ein solches ist – wenig verwunderlich – die Zeit zwischen 1933 und 1945, in der nicht nur Millionen von Juden getötet wurden, sondern in der man auch denen, die hätten gerettet werden können, jede Hilfe verweigerte.
Susanne Heim analysiert in ihrem neuen Buch, wie sich trotz vielfältiger gegen teiliger Bemühungen viele Staaten der Welt gegenüber den aus dem Herrschaftsbereich der Nationalsozialisten flüchtenden Juden abschotteten, sie nicht ins Land ließen, sie damit auf eine Odyssee oder in den sicheren Tod schickten. Was die Hintergründe einer solchen Politik waren und welche Lehren daraus zu ziehen sind, darüber wird im Anschluss an den Vortrag zu diskutieren sein.
Dr. Susanne Heim, Politikwissenschaftlerin und Historikerin, Themenschwerpunkte: Nationalsozialismus, Holocaust, internationale
Flüchtlings- sowie Bevölkerungspolitik
Prof. Dr. Wolfgang Knöbl, Direktor des Hamburger Instituts für Sozialforschung
Diese Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Reihe “Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung” des Verlags C.H. Beck.