Öffentliche Veranstaltungen

Gewalt als Schlagzeile: Zwischen Aufklärung, Verantwortung und Grenzen

Location am HIS | Beginn: 09.11.2026 19:00 Uhr

Wie Medien über Gewalt berichten, wirkt auf den ersten Blick neutral, orientiert an objektiven Bedrohungslagen, Gewaltstatistiken, Polizeimeldungen und aktuellen Kriminalitätsphänomenen. Doch wann, wie und über welche Formen von Gewalt berichtet wird, folgt medialen Aufmerksamkeitslogiken und politischen Stimmungslagen. Zugleich prägt die mediale Berichterstattung über Gewalt unsere Wahrnehmung von Kriminalitätsentwicklungen und unser Gefühl von (Un-)Sicherheit. Diese subjektiven Wahrnehmungen verlaufen nicht immer parallel zu objektiven Entwicklungen und eignen sich als dehnbare politische Ressource.
Die Veranstaltung beleuchtet Aufklärung, Verantwortung und Grenzen von medialer Berichterstattung über Gewalt: Wie ist das Verhältnis von tatsächlicher und gefühlter Bedrohung? Wie hat sich die Berichterstattung über Gewalt seit Bestehen der BRD verändert? Und wie blicken Medien selbst auf das Spannungsverhältnis zwischen Information und Verantwortung? Über allem steht die Frage, was Gewaltberichterstattung im größeren Kontext demokratischer Herausforderungen bedeutet und wie mit politischer Instrumentalisierung von Unsicherheitsgefühlen und Ängsten vor Kriminalität umzugehen ist.

Eva Groß, Professur für Kriminologie und Soziologie, Hochschule der Akademie der Polizei Hamburg | Hamburger Institut für interdisziplinäre Kriminalitäts- und Sicherheitsforschung

Alexa Höber, Fernsehjournalistin und Mitarbeiterin des NDR

Wolfgang Knöbl, Direktor des Hamburger Instituts für Sozialforschung

Ulrike Zähringer, Professur für Kriminologie, Hochschule der Akademie der Polizei Hamburg | Hamburger Institut für interdisziplinäre Kriminalitäts- und Sicherheitsforschung

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Hamburger Institut für interdisziplinäre Kriminalitäts- und Sicherheitsforschung (HIKS).
Sie findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Hamburger Horizonte. Wissenschaft trifft Gesellschaft | Zur Sicherheit" statt.