Über das Archiv

Das Archiv wurde 1988 gegründet. Im Rahmen der Forschungs-, Publikations- und Ausstellungstätigkeit des Hamburger Instituts für Sozialforschung werden unterschiedliche Quellen wie Aktenbestände, Graue Literatur, Flugblätter, Zeitschriften, Plakate, Fotos, Audiovisuelle Medien etc. zu verschiedenen Themen der Zeitgeschichte, insbesondere zum Thema Protestbewegungen, gesammelt.

Neben dem kontinuierlichen Auf- und Ausbau des Sondersammlungsgebietes Protestbewegungen ergaben sich nach und nach weitere Aufgaben für das Archiv. Im Zuge der Recherchen zu großen Forschungs- und Ausstellungsprojekten gelangten in den 90er Jahren Quellen zu den Themen Gewaltphänomene im 20. Jahrhundert, Nationalsozialismus und Verbrechen der Wehrmacht (II. WK) ins Archiv. Seit der Jahrtausendwende nehmen Quellen aus der empirischen Sozialforschung breiteren Raum ein.

Die Sondersammlung "Protest, Widerstand und Utopie in der Bundesrepublik Deutschland" ist die größte Abteilung des Archivs. Sie dokumentiert Quellen der Protestbewegungen, die diese seit Bestehen der Bundesrepublik bis heute in den verschiedenen Phasen der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Auseinandersetzungen hervorgebracht und überliefert haben. Mit Protestbewegung wird das breite Spektrum von engagierten Menschen bezeichnet, das sich außerhalb der Parteien, Parlamente und Großorganisationen an politischen Kontroversen beteiligt oder diese initiiert hat.

Aus der Tätigkeit anderer sozialwissenschaftlich oder zeitgeschichtlich orientierter Forschungsprojekte entstehen weitere Quellen- und Materialsammlungen. Sie werden in der Abteilung Quellen der Forschungsprojekte zusammengefasst. In Einzelfällen übernimmt das Archiv auch Schrift- und Sammlungsgut ohne direkten Zusammenhang zur aktuellen Forschung des Hauses. Diese Abteilung ist mit Einschränkungen gleichfalls öffentlich zugänglich.

Eine dritte Abteilung nimmt das Schriftgut der Institution Hamburger Institut für Sozialforschung auf. Dazu zählen die Unterlagen der verschiedenen Forschungsprojekte (Korrespondenz, Verträge etc.) und weiterer Bereiche des Instituts (z.B. Archiv, Bibliothek, Presse, Veranstaltungen, Gremien etc.). Dieses Archivgut ist in der Regel nicht öffentlich zugänglich.

Die Bestände des Archivs stehen den Forschungsprojekten des Hauses, wie auch einer interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung.


Archiv des Hamburger Instituts für Sozialforschung
Mittelweg 36, 20148 Hamburg
Tel:  +49 40 414097-31
Fax: +49 40 414097-11
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Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter:
Philipp Brendel, Madeleine Gebhardt, Dieter SchröderBritta Stamm
Leitung: Reinhart Schwarz